18.09.2018 16:57
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Ausbildung
Lehrer beim Melken durchgefallen
Auf dem zweiten Bildungsweg wollte ein Berner Lehrer Landwirt werden. Weil er beim Melken und Kälbertränken nicht gut genug war, bestand er die Prüfung nicht. Er wehrte sich nun vergebens vor dem Berner Verwaltungsgericht.

Ein Berner Lehrer hatte das Qualifikationsverfahren zum Landwirten (EFZ) auf dem zweiten Bildungsweg absolviert. Weil er im praktischen Teil lediglich die Note 3,6 erreichte, fiel er durch die Abschlussprüfung. Die Chefexpertin warf dem Prüfling vor, er habe sich beim Melken sehr ungeübt angestellt.

Die Handgriffe und Arbeitsabläufe seien nicht flüssig gewesen. Zudem sei beim Anhängen der Melkbecher viel Luft und sogar Stroh angesogen worden, was zu hohen Keimzahlen führe. Die Kälber tränkte er mit zu kalter Milch. Auf dem elterlichen Hof würden Kälber immer so getränkt und die hätten nur selten Durchfall, entgegnete der Lehrer die Vorwürfe.

Vor Verwaltungsgericht abgeblitzt

Wie das Online-Portal von 2o Minuten schreibt, liess der Lehrer diese Niederlage nicht auf sich sitzen. Er warf den Prüfungsexperten vor, sie hätten die Bewertung einzelner Aufgaben nicht nachvollziehbar protokolliert.

Er beantragte die Anhebung von Teilnoten, damit er im praktischen Teil die Note 4,0 erreicht hätte. Mit diesem Anliegen blitzte der Lehrer vor dem Verwaltungsgericht ab. Dieses begründete, die Beschwerde sei unbegründet.


SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE