2.02.2016 11:17
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Luzern
LU: Weniger Verschmutzungen durch Gülle
Im Kanton Luzern haben sich im vergangenen Jahr weniger Gewässerverschmutzungen durch Gülle ereignet. Die Bemühungen zur Vermeidung von Zwischenfällen zeigen Wirkung.

2015 wurden im Kanton Luzern insgesamt 75 Gewässerverschmutzungen registriert. „Diese Zahl liegt leicht über dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2014 (67)“, schreibt der die Dienststelle für Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern am Dienstag in einem Communiqué.

20 Gülleunfälle

Eine positive Entwicklung wurde bei der Landwirtschaft beobachtet. 25 der 70 Gewässerverschmutzungen wurden 2015 durch die Landwirtschaft verursacht. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Wert der Vorjahre mit durchschnittlich 31 Fällen.

Insgesamt kam es 2015 zu 20 Gülleunfällen (2000 bis 2014: 30). Von den insgesamt zehn Fischsterben wurden vier durch einen Gülleunfall verursacht. „Diese Zahl liegt, verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2014 (9), erfreulich tief“, hält das Amt fest. Die Bemühungen der Landwirtschaft zur Vermeidung von Unfällen zeigten Wirkung, heisst es weiter.

Nasse Böden unterschätzt

Die meisten Unfälle wurden im vergangenen Jahr durch Fehlmanipulationen (7), eine ungenügende Überwachung der Gülleanlage (7) sowie der Eintrag von Gülle durch Drainagen und Abschwemmung (7) verursacht. „Die Gefahr des Gülleaustrags bei nassen Böden wird noch oft unterschätzt und macht weitere gezielte Aufklärungsarbeit nötig“, mahnt das Amt. Der Kanton will in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Bauernverband die Anzahl Gülleunfälle weiter senken.

Ausserhalb der Landwirtschaft ereigneten sich 50 Verschmutzungen. 10 Verschmutzungen wurden durch Baustellenabwasser verursacht, 8 durch Abwässer von Industrie und Gewerbe und 18 durch Übriges (Abwassereinleitungen, Löschwasser und andere). In 14 Fällen konnte die Ursache der Verschmutzung nicht ermittelt werden.

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