Mittwoch, 2. Dezember 2020
21.10.2020 16:16
Auszeichnung

Marie Heim-Vögtlin-Preis geht an Charlotte Blattner

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Von: lid

Charlotte Blattner hat in ihrer Dissertation gezeigt, wie Staaten Tiere über die Landesgrenzen hinweg schützen könnten. Dafür wurde sie mit dem Marie Heim-Vögtlin-Preis des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ausgezeichnet.

In ihrer Dissertation hat sich Charlotte Blattner mit der Frage auseinandergesetzt, wie Tiere ausserhalb der Landesgrenzen besser geschützt werden könnten. Dafür erhält sie den diesjährigen Marie Heim-Vögtlin-Preis des SNF, der mit 25’000 Franken dotiert ist, wie der SNF in einer Mitteilung schreibt. Mit dem Preisgeld möchte sich Charlotte Blattner für junge Frauen engagieren, die am Anfang ihrer akademischen Karriere stehen.

Blattner geht in ihrer Dissertation Fragen aus dem Tierrecht und Tierschutz nach. Sie geht dabei auf Praktiken ein wie das Schreddern von männlichen Küken. Eine Praxis, die von der Gesellschaft zwar weitgehend abgelehnt wird und in vielen Ländern sogar verfassungswidrig ist. Hier zeigt Blattner auf wie durch den Umzug der Industrie in ein anderes Land Tierschutzstandards ziemlich einfach umgangen werden können.

Diese «extraterritoriale Jurisdiktion» ist im Menschenrechtsschutz und im Wirtschaftsrecht bereits etabliert. Blattner zeigt in ihrer Forschungsarbeit auf, wie dieser Ansatz auch das Tierrecht revolutionieren könnte, indem er die systematische Umgehung nationalen Tierschutzrechts und damit die globale Deregulierung verhindert.

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