17.06.2019 16:32
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Zug
Mega-Sportarena auf grüner Wiese
In 67 Tagen startet in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf). In den kommenden Wochen entsteht auf der grünen Wiese die grösste temporäre Sportarena der Welt. Das Stadion fasst mehr als 56'000 Sportbegeisterte. Von der Landsanierung profitiert auch die Landwirtschaft.

In den kommenden Wochen entsteht bei Zug ein imposanter Bau. In der Zug Arena wird vom 23. bis 25. August der neue Schwingerkönig erkoren.

3000 Tonnen Material

«Wir nähern uns mit Riesenschritten dem grössten Schweizer Sportfest. Ich freue mich darauf», sagt OK-Präsident Heinz Tännler. Auf rund 5 Hektaren entsteht die das riesige Stadion mit einem Fassungsvermögen von 56'500 Personen.

Die bis zu 300 Arbeiter verbauen 3000 Tonnen Material oder 300'000 Einzelteile. Daraus entsteht eine temporäre Arena mit einem Durchmesser von 270 Metern, einen Umfang von 850 Meter und einer Höhe von rund 18 Metern. Die sechseckige Innenfläche umfasst sieben Sägemehlringe (Durchmesser je 14 Meter).

Es gibt auch reichlich Tiefbauarbeiten. Die bestehende Landstrasse vom Unterwerk Baar ins Festgelände wurde mit einem provisorischen Asphaltbelag überzogen. Dieser wird nach dem Fest wieder zurückgebaut. Dank dieser Zu- und Wegfahrt kann das Gebiet Zug-West während dem Tribünenbau von Transportfahrten weitgehend entlastet werden. Das Gelände rund um die Arena ist auf einer Breite von rund zwölf Metern eingekiest. Insgesamt wurden dafür rund 18’000 Kubikmeter benötigt.

Arbeiten haben 2015 begonnen

Auch die Festzelte werden bereits aufgebaut. Der Gabentempel und die Gabenbeiz (Stierenmarktareal) werden bereits am 9. August 2019 eröffnet. Eine entscheidende Rolle bei Aufbau haben Armee und Zivilschutz. «Ohne Armee und Zivilschutz wären solche sportlichen Grossanlässe kaum bewältigbar», sagt OK-Präsident Heinz Tännler. Insgesamt leisten die Angehörigen 9000 Diensttage.

Die Arbeiten auf dem Gelände in Zug haben bereits vor vier Jahren begonnen. «Grund für die Landsanierung waren in erster Linie die zahlreichen Unebenheiten. Ausserdem müssen die Tragfähigkeit verbessert und das Land entwässert werden», erklärt Walter Lötscher, Abteilungschef Infrastruktur vom Esaf.

1,2 Millionen für Landsanierung

Die Arbeiten erfolgten in drei Etappen. Zuerst wurde der Humus abgetragen und in Deponien auf dem Areal gelagert. Anschliessend wurde die Fläche ausplaniert und die Senkungen mit geeignetem und geprüftem Material aufgefüllt. Bevor der Oberboden wieder aufgetragen wurde, wurden noch Drainageleitungen verlegt. «Die Oberfläche innerhalb der Tribüne muss gleichmässig eben und darf maximal 1 Prozent geneigt sein», so Lötscher.

Die Landsanierung bringt gemäss den Organisatoren eine erhebliche Verbesserung für die landwirtschaftliche Nutzung. Dank der Drainage wird die Fläche nicht mehr überschwemmt. «Die Landsanierung ist sehr nachhaltig für die Bewirtschaftung. Dafür wendete das Organisationskomitee rund 1,2 Millionen Franken auf», ergänzt OK-Präsident Heinz Tännler.

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