26.08.2018 11:55
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Tourismus
Mehr Regionalprodukte in Hotels
Tourismus und Landwirtschaft sind im Kanton Graubünden prägende Branchen. Ein neues Projekt soll die die Zusammenarbeit von Landwirten und Gastronomen vermehrt fördern.

Für die Weiterentwicklung des Agrotourismus in Graubünden hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur unter der Gesamtleitung des Amts für Landwirtschaft und Geoinformation den Auftrag erhalten, das Erschliessen von Synergiepotenzialen zwischen der Landwirtschaft, dem Tourismus und weiteren Branchen zu untersuchen und Massnahmen zu deren Förderung aufzuzeigen.

Entstanden ist daraus «Agro+Tourismus Graubünden» der HTW Chur. Das Projekt verfolgt das Hauptziel, zusammen mit Akteuren aus Landwirtschaft (Produktion/Verarbeitung) und Tourismus (Hotellerie/Gastronomie) erlebnisorientierte agrotouristische Angebote und organisatorisch-strukturelle Innovation und Kooperationen aufzubauen.

Ziel sei es, einerseits vermehrt Regionalprodukte in die Hotellerie und Gastronomie einzubeziehen, andererseits gemeinsame agrotouristische Erlebnisse zu erschliessen und marktfähige Angebote zu entwickeln, heisst es in einer Medienmitteilung.

Erster Schritt

Ein Team aus Mitarbeitenden des Zentrums für wirtschaftspolitische Forschung (ZWF) und dem  Institut für Tourismus und Freizeit (ITF), beide der HTW Chur, hat in einem ersten Schritt Unternehmen der zu untersuchenden Regionen Lenzerheide, Parc Ela und Valposchiavo identifiziert, welche in der Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und Hotellerie/Gastronomie bei der Vermarktung von lokalen Lebensmitteln zusammenarbeiten.

Um das Agro+Tourismus-Projekt erfolgreich abzuschliessen, ist es nun von Bedeutung, in einem zweiten Schritt regionale Akteure dieser Branchen aktiv in die Ideenfindung und Weiterentwicklung einzubinden. «Die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe ist eines der wichtigsten Themen für den Parc Ela. Unser Verein fördert die Veredelung von natürlichen Rohstoffen in der Region zu hochwertigen Produkten. Innovative Kooperationen zwischen verschiedenen Sektoren, wie etwa der Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus, spielen dabei eine wichtige Rolle», betont Dieter Müller, Geschäftsleiter des Parc Ela.

Der erste Workshop findet am 24. September 2018 in Bergün  (für die Regionen Lenzerheide, Parc Ela) statt. Der Innovationsworkshop im Valposchiavo findet im Januar 2019 statt.

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