30.10.2019 19:29
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Aargau
Millionensegen für Landgemeinde
Die kleine Aargauer Gemeinde Leuggern will wegen «ausserordentlichen Steuereinnahmen» von 23,7 Millionen Franken den Steuerfuss senken. Der Steuersegen stammt mutmasslich von einer Einwohnerin, die bei Euromillions 184 Millionen gewann.

Die Steuereinnahme habe «diverse Auswirkungen», schreibt der Gemeinderat in seinen Informationen zur Gemeindeversammlung vom 13. November. Die «Aargauer Zeitung» berichtete am Mittwoch als erstes über den unerwarteten Steuersegen für die am Klingnauer Stausee im Norden des Aargaus gelegenen Gemeinde.

Wegen des Persönlichkeitsschutzes darf die Gemeinde keine genaueren Angaben machen. Im vergangenen März war jedoch bekannt geworden, dass eine Frau im Kanton Aargau bei den Euromillions den Jackpot im Oktober 2018 geknackt hatte. Sie gewann 183,6 Millionen Franken. Die Gewinnerin, die mit einem Einsatz von 24.50 Franken gespielt hatte, will anonym bleiben.

Der Gemeinderat des Dorfes mit 2132 Einwohnerinnen und Einwohnern möchte den Steuerfuss auf nächstes Jahr um zehn Prozentpunkte auf 109 Prozent senken. Das Budget 2020 sieht einen Überschuss von 190'101 Franken - für das laufende Jahr sind es keine 10'000 Franken.

Der Geldsegen hat indes auch eine Kehrseite: Leuggern rechnet mit «sehr hohen» Beiträgen an den Finanz- und Lastenausgleich für die Jahre 2021 bis 2023. Die Gemeinde, die mit dem Slogan «Leben, Arbeiten, Geniessen» für sich wirbt, will 4,5 Millionen Franken zurückstellen.

Vom Euromillions-Gewinn profitierte neben Leuggern auch der Kanton Aargau mit rund 23 Millionen Franken und der Bund mit 21 Millionen Franken.

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