14.11.2017 16:20
Quelle: schweizerbauer.ch - Juila Spahr
TV
Mit einem Cordon bleu zum Sieg
Monika Knellwolf aus Waldstatt AR ging am Samstag als Gewinnerin der Fernsehsendung «Landfrauenküche» hervor. Mit einer selbst entwickelten Cordon-bleu-Variation und etwas Glück hat sie den Sieg geholt.

Die anderen Teilnehmerinnen der Fernsehsendung «Landfrauenküche» mussten ein paar Mal kosten, bevor sie herausfanden, was das «Landfrauen-Cordon-bleu» von Monika Knellwolf aus Waldstatt AR so besonders machte. Nebst Landrauch-Schinken und Käse hat die Gastgeberin Brät zwischen die Schweinsnierstück-Plätzli geklemmt, das wurde ihnen schliesslich klar. Damit hat Knellwolf  die anderen Landfrauen überzeugt. Sie haben ihr insgesamt am meisten Punkte gegeben, und so wurde sie  am Samstag  zur Siegerin der elften Staffel gekürt. 

Glück und Cordon bleu

«Alle hätten den Sieg verdient», sagt Knellwolf nach ihrem Erfolg. «Wir waren eine ausgeglichene Gruppe, und alle Frauen waren sehr gute Gastgeberinnen.» Ihr Menu sei aber offensichtlich gut angekommen. 

Im Vorfeld mussten alle Teilnehmerinnen drei Menuvorschläge einreichen. Ihr Vorschlag war unter anderem ein Cordon bleu, weil das fast allen schmecke, und das SRF hat sich für dieses Menu entschieden. Das Cordon bleu war aber nicht irgendeines. Sie hat es eigens für die Sendung kreiert. «Ich bin gelernte Charcuterie-Verkäuferin und arbeite noch heute regelmässig in einer Metzgerei», erklärt sie. Deshalb sei sie sich gewohnt, mit Fleisch zu arbeiten. Sie habe im Vorfeld verschiedene Cordon bleus ausprobiert, bevor sie sich für diese Füllung entschieden habe.  

Nebst dem  guten Rezept sei aber noch etwas Anderes auf ihrer Seite gewesen: «Es ist mir und meinem Küchengehilfen und Sohn Christof kein Patzer passiert. Das heisst, ich hatte eine grosse Portion Glück», sagt die Siegerin bescheiden.

Viel Arbeit und Herzblut

Bescheiden war Knellwolf bereits im Vorfeld der Sendung. «Nie hätte ich den Mut gehabt, mich selbst anzumelden. Das haben meine Gemeinderatskollegen für mich gemacht.» Als sie dann mittendrin steckte, habe ihr das Ganze aber sehr viel Freude gemacht, und sie habe nie bereut, Teil der «Landfrauenküche» zu sein. «Nebst der Freude, die die Sendung mir gebracht hat, bringt sie auch der Schweizer Landwirtschaft etwas», ist Knellwolf überzeugt. «In den Beiträgen über die Frauen sieht man, dass auf einem Bauernhof viel gearbeitet wird, dass jeden Tag Tiere versorgt werden müssen, aber vor allem auch, dass die Bauern und Bäuerinnen viel Herzblut in ihre Arbeit stecken», sagt sie.

 Kühe und Legehennen

Knellwolf selbst ist nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen. Jedoch ist sie schon lange in der Landwirtschaft tätig. Zusammen mit ihrem ersten Mann hat sie einen Betrieb mit Schwerpunkt auf Schafen geführt. Seit 16 Jahren lebt sie mit ihrem jetzigen Mann Migg auf einem Hof, den er vor rund 30 Jahren gekauft hat. Zudem haben sie noch etwas Pachtland.

Insgesamt  bewirtschaften sie  20 Hektaren. Sie haben 20 Milchkühe und 20 Rinder, die im Sommer gealpt werden sowie 80 Legehennen. Die Milch wird jeden zweiten Tag abgeholt und in eine rund 5 km entfernte Molkerei gebracht. Die Eier liefert Knellwolf ihren Kunden einmal in der Woche direkt nach Hause. 

Ihren Sieg hat Knellwolf nicht auf dem Bauernhof gefeiert. Zusammen mit Familie, Freunden und den Gemeinderatskollegen konnte sie direkt nach der Livesendung anstossen. Mit den Landfrauen und deren Männern gingen sie danach in ein Hotel, wo sie noch weiter feierte. «Es hat mir sehr viel bedeutet, dass alle Frauen dabei waren und dass sie sich für mich gefreut haben», sagt die Siegerin.

Anhaltende Freundschaft 

«Von den vielen besonderen Erlebnissen in der Sendung nehme ich vor allem die Freundschaft mit den anderen Teilnehmerinnen mit», sagt sie. Bereits jetzt haben sie ein nächstes Treffen vereinbart. «Ich bin sicher, dass unser Zusammenhalt noch ewig bestehen wird.» 

Landfrauen gesucht

Nächstes Jahr geht es mit der «Landfrauenküche» weiter. Es werden bereits Kandidatinnen gesucht. Alle Informationen dazu, die Rezepte und Videos der letzten Ausgaben gibt es auf: www.srf.ch/landfrauenkueche. tku

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