8.02.2019 11:12
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Monatelange Flucht von Rind beendet
Rund drei Monate hielt sich ein Rind in den Wäldern rund um Landshut (D) auf. Das Tier wurde eine Zeit lang gar mit einer Drohne gesucht. Nun hat ein pensionierter Polizist der Flucht ein Ende gesetzt.

Mitte Oktober begann die Flucht des Rindes. Landwirt Josef Wiedenbeck aus Holzhausen bei Landshut wollte das Jungtier in einen LKW verladen. Es sollte auf einen neuen Hof kommen. Doch beim Verladen nahm das Rind Reissaus. Es handle sich aber um keines ihrer Tiere, erklärt Tanja Wiedenbeck gegenüber dem Wochenblatt im vergangenen Herbst. «Der Viehhändler hatte es lediglich zwei Tage bei uns untergestellt», fuhr sie fort. 

«Das Rind ist 2 Meter hoch gesprungen. Das glaubt keiner», sagte Josef Wiedenbeck zum Bayerischen Rundfunk damals. Anschliessend blieb das Rind während Wochen unauffindbar. Die Wälder in der Region haben dem Tier viel Schutzb geboten. Die Polizei suchte gar mit einem Helikopter und einer Drohne mit Wärmebildkamera nach der Ausreisserin – das Unterfangen blieb erfolglos.

Der Druck auf das Tier wurde anschliessend erhöht. Denn die Polizei sah das Rind als Gefahr für den Strassenverkehr an. Zudem wurde befürchtet, dass das mittlerweile menschenscheue Tier aggressiv reagieren könnte. Die Bevölkerung wurde gebeten, den Aufenthaltsort des Jungtiers umgehend zu melden. Das Rind sollte in der Folge mit einem Narkosegewehr betäubt werden.

Und das ist nun geglückt, wie die «Neue Passauer Zeitung» berichtet. Einem pensionierten Polizisten, der auch Jäger ist, gelang es am Donnerstagabend, sich dem Rind nahe genug zu nähern, um es mit einem Betäubungsgewehr zur Strecke zu bringen. Die Flucht nahm damit nach 3 Monaten ein abruptes Ende. 

Das Rind wurde nun zu seinem neuen Besitzer, dem Gut Aiderbichl, gebracht. Gemäss Angaben der Polizei geht es der jungen Kuhdame ausgezeichnet. Alle Beteiligten seien spürbar erleichtert und froh, dass das Abenteuer der Kuh so gut endete, schreibt die Polizei.

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