Donnerstag, 28. Januar 2021
25.03.2015 10:03
Frankreich

Mulitmillionär siegt gegen Frittenbude

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Von: sda

Als langjähriger Chef des Kosmetikkonzerns L’Oréal ist der Brite Lindsay Owen-Jones wohlriechende Düfte gewöhnt – daher verklagte er die Besitzerin einer Frittenbude in der Nähe seiner Ferienwohnung im Wintersportort Val d’Isère. Am Dienstag bekam der britische Manager nun Recht.

Ein Gericht im französischen Albertville ordnete die Schliessung des Pommes-Stands von Valérie Maertens binnen zwei Monaten an. Die Kläger hatten argumentiert, dass die Imbissbude ohne Genehmigung gebaut und später noch erweitert worden sei.

«Wohlhabende Leute stört eine Frittenbude in der Nachbarschaft, aber wir müssen arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen», hatte Imbissbesitzerin Maertens nach Einreichung der Klage gesagt. «Er beschwert sich über Lärm und Frittengeruch, aber wenn man seine Ruhe haben will, kauft man sich keine Wohnung am Fuss der Piste».

Zudem führte sie an, dass Owen-Jones und seine Mitkläger – ein Notar, ein Rechtsanwalt im Ruhestand sowie ein Investmentfondsmanager – ihre Wohnungen nur wenige Mal pro Jahr nutzten. Owen-Jones, auch unter seinen Initialen als «OJ» bekannt, führte den weltgrössten Kosmetikkonzern L’Oréal von 1988 bis 2006 und ist nun Ehrenpräsident.

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