16.07.2017 17:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Nahrungsmittelpreise überdurchschnittlich gestiegen
Der Anstieg der Lebensmittelpreise in Deutschland hat sich im Juni weiter beschleunigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, verteuerten sich Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 2,8 %. Im Mai war ein Zuwachs von 2,4 % und im April von 1,8 % verzeichnet worden.

Die Teuerungsrate für Lebensmittel lag den dritten Monat in Folge über derjenigen für alle Waren und Dienstleistungen, die das Bundesamt für Juni mit 1,6 % angab. Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker wiesen im Bereich der Nahrungsmittel erneut die Speisefette und -öle im Berichtsmonat mit 25,9 % die stärkste Teuerungsrate auf.

Massgeblich dafür war insbesondere das kräftige Preisplus von rund 60 % bei Butter. Deutlich mehr Geld mussten die Konsumenten im Vergleich zum Juni 2016 aber auch für andere Molkereiprodukte ausgeben, nämlich im Schnitt 13,2 %. Dabei verteuerten sich Trinkmilch, Quark und Sahne zwischen 24 % und 30 % sowie Hartkäse um 11 %.

Auch Fisch wurde teurer

Für Fisch und Fischwaren wurden von den Händlern im Vorjahresvergleich Aufschläge von 3,4 % verlangt, bei Fleisch und Fleischwaren waren es im Mittel 1,8 %. Sehr moderat fiel mit 0,4 % der Preisaufschlag bei Brot und Getreideerzeugnissen aus, ähnliches galt für den Produktbereich Zucker und Süsswaren.

Günstiger als im Vorjahresmonat wurde laut Darstellung der Statistiker Gemüse angeboten, und zwar um 3,2 %. Stärker fielen dabei die Preisabschläge für einzelne Erzeugnisse aus; dazu zählten Gurken mit einem Preisminus von 25 % oder Zwiebeln mit 13 %. Kartoffeln konnten die Konsumenten um 6 % günstiger einkaufen, Paprika um 7 %. Bei Obst lag das mittlere Preisniveau im Juni um 0,3 % unter dem Vorjahreswert. Verbilligt haben sich dabei unter anderem Weintrauben, Pfirsiche oder Stein- und Kernobst. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE