23.04.2017 18:22
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Nationalfonds unterstützt Cannabis-Pilotprojekt
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt das Stadtberner Cannabis-Forschungsprojekt mit 720'000 Franken. Die Berner Sozialdirektorin Franziska Teuscher bestätigte auf Anfrage einen Bericht der «SonntagsZeitung».

Die Kosten des Forschungsprojekts liessen sich noch nicht beziffern, sagte Teuscher der Nachrichtenagentur sda. Der Nationalfonds leiste auf jeden Fall einen namhaften Beitrag. Teuscher zeigte sich zuversichtlich, dass die Finanzierung des Projekts zustande kommen wird.

200'000 bis 300'000 Menschen greifen in der Schweiz regelmässig zum Joint. Mehrere Städte befassen sich zurzeit mit der Frage, wie sie künftig mit gewohnheitsmässigen Kiffern umgehen wollen. In der Bundesstadt möchten Wissenschafter der Universität Bern den regulierten Cannabis-Verkauf in Apotheken prüfen.

Mindestens 18 Jahre alt

Die Studienteilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, in der Stadt Bern wohnen und bereits Cannabis konsumieren, was mittels Haarprobe bestätigt werden muss. Die Ethikkommission des Kantons Bern hat den Versuch Ende Februar bewilligt.

Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Uni Bern bereitet nun die Einreichung des Gesuchs beim Bundesamt für Gesundheit vor. «Ich gehe davon aus, dass das Gesuch in den nächsten Monaten eingereicht wird», sagte Teuscher am Sonntag. Dass der Nationalfonds das Pilotprojekt unterstütze, unterstreiche die wissenschaftliche Bedeutung der Studie.

Diese soll zeigen, wie sich der regulierte Cannabis-Verkauf in Apotheken auf das Konsum- und Kaufverhalten der Kiffer auswirkt. Auch sollen die Vor- und Nachteile eines liberaleren Umgangs mit Cannabis geprüft werden.

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