16.05.2018 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Ernährung
Nordkorea: Zu wenig Lebensmittel
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat auf den Mangel an Lebensmitteln in Nordkorea hingewiesen.

Das Land benötige etwa sechs bis sieben Millionen Tonnen Nahrungsmittel, es produziere aber nur etwa fünf Millionen Tonnen, sagte der Chef der Uno-Organisation, David Beasley.

«Wir haben keine Hungersnot gesehen», fügte er am Dienstag in Seoul hinzu. «Aber es gibt Probleme mit Unter- und Mangelernährung.» Beasley hatte in der vergangenen Woche bei einem viertägigen Besuch in Nordkorea mit der dortigen Regierung über die Verbesserung der Versorgung der Menschen gesprochen. Er habe bei «der Führung einen ausserordentlichen Sinn von Optimismus» gespürt, sagte Beasley. 

Marode Wirtschaft

Es gebe bei den Menschen im Land die Hoffnung, ein «neues Kapitel aufzuschlagen». «Es scheint den ehrlichen Wunsch zu geben, offener zu sein», sagte der frühere Gouverneur des US-Bundesstaates South Carolina. Die WFP ist ungeachtet des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm seit 23 Jahren in dem Land tätig.

Zuletzt hatte sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem Abbau des Atomprogramms bereiterklärt. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hatte sich dadurch deutlich entspannt. 

Das wirtschaftlich marode, aber hoch gerüstete Nordkorea mit mehr als 25 Millionen Einwohnern ist nach Naturkatastrophen und aufgrund der eigenen Misswirtschaft seit Jahren auf Nahrungshilfe von aussen angewiesen. Nach Uno-Schätzung ist die Ernährung von 10,3 Millionen Menschen des Landes nicht gesichert.

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