Freitag, 5. März 2021
15.10.2018 06:02
St. Gallen

Olma ist in vollem Gange

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Von: sum

Egal ob beim Brotbacken, am Stand mit liebevoll verpackten Produkten vom Bauernhof, beim Einsatz im Stall oder beim Erklären der Vorzüge der Milch: Ohne den Einsatz der Bauern und Bäuerinnen gäbe es keine Olma.

An der Sonderschau «Erlebnis Nahrung» steht dieses Jahr das Brot im Fokus. Marianne Geschwend, Rahel Fürst und Hedy Vetsch vom Kantonalen Bäuerinnenverband St.Gallen stehen am Stand «Bäuerinnen backen» und kneten einen Zopfteig. Es ist nicht der erste an diesem Olma-Eröffnungstag, denn in der Ablage liegen Zöpfe nebeneinander, einer schöner als der andere. Daneben Kartoffelbrot mit Nüssen, Klosterschnitten, Toggenburger Schlorzi-Fladen «Und natürlich unser St.Galler Ruchbrot, dieses darf nicht fehlen», zählt Rahel Fürst auf.

«Backen ist unser Hobby»

Drei Tage sind die St.Galler Bäuerinnen, die alle zu Hause einen Betrieb bewirtschaften, für den Brotnachschub und die Demonstration des Backhandwerks am Stand zuständig, dann werden sie von den Thurgauer Bäuerinnen abgelöst. «Aber Backen ist für uns ein Hobby, das machen wir gerne», garantiert Rahel Fürst, bevor sie dem nächsten Zopf ein perfektes Aussehen gibt.

Zum 15. Mal dabei

Kein Brot, dafür aber unzählige Süsswaren, Konfitüren, Säfte, Liköre und Schnäpse bietet Heidi Freund vom Heiterhof in Eichberg SG an ihrem Stand an. «Wir haben 500 Hochstamm-Obstbäume, brennen selber Schnaps und betreiben eine Kundenmosterei», erklärt sie diese Vielfalt. Doch damit nicht genug. Auf dem Heiterhof leben auch noch 40 Milchkühe, zehn Mutterkühe – das Fleisch der Natura-Beef wird alles direkt vermarktet – und 120 Legehennen. Und da bleibt Zeit für die Olma? «Aber sicher, das ist für uns Kontakt- und Kundenpflege», versichert Heidi Freund, «Wir sind zum 15. Mal hier in St.Gallen.»

In der Halle 7 – in der auch Bundesrat und Tierarzt-Sohn Johann Schneider-Ammann nach der Eröffnungsfeier seine  Viehkenntnisse unter Beweis stellte – hat Christian Sprecher an der Sonderschau «Unsere MilCH ist MehrWert» ein grosses Publikum. Viele Kinder sitzen auf den bereitgestellten Strohballen und hören zu, wie die Milch entsteht. Die ganz Mutigen wagen sich auch, die Braunviehkuh zu streicheln.

Einige Schritte weiter steht auf dem langen, dick eingestreuten Läger eine weitere Braunviehkuh. Im Gegensatz zu jener von Christian Sprecher hat sie Hörner – und es gar nicht gerne, wenn die Menschen sie streicheln wollen. Agnes Kryenbühl vom Stoos SZ ist als Besucherin an der Olma und rät ihrerer Enkelin Lea, der Kuh nicht zu nah zu kommen. «Wir führten früher  auch einen Betrieb mit behornten Braunviehkühen», erzählt sie, «sie sind einfach schöner.»

Vom heimischen Betrieb

Nicolas Roth vom Stallteam sorgt mit seinen Kollegen während der  ganzen Olmadauer dafür, dass die Gänge, die Läger und die  Kühe sauber bleiben und die Krippen stets voll sind. «Morgens und abends jeweils um fünf Uhr melken wir», meint er zu seinen Aufgaben. Er hat eine Kuh vom elterlichen Betrieb in Amriswil TG ausgestellt. Doorman Tinkabelle gehört der Rasse Holstein an und hat einen Iset von 1340.

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