28.12.2012 15:09
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Thurgau
Pferdebesitzerin hat ihre Schulden von 26'000 Franken beglichen
Das Ehepaar Attinger kann fürs Erste durchatmen. Die Besitzerin hat die Ausstände für die Pflege der Tiere in Attingers Pension nun bezahlt. Die Pferde werden somit nicht versteigert. Noch offen sind die Entschädigungen für vier weitere Pferde.

Der Albtraum für die Familie Attinger neigt sich dem Ende zu. Während Monaten hat sich die Familie um die elf Fohlen und zwei Hengste gesorgt, ohne jedoch für ihre Arbeit entschädigt zu werden. Das Bezirksgericht Weinfelden TG setzte dem Treiben der Besitzerin Mitte Dezember ein Ende.

Neuer Aufenthaltsort der Pferde unbekannt

In einem Vergleich wurde die Besitzerin aufgefordert, die Ausstände von 26'000 Franken bis am 17. Dezember auszugleichen und die Tiere bis am 20. Dezember an einen anderen Ort zu bringen. Folge die Angeklagte den Anordnungen des Gerichts nicht, hätten die Attingers das Recht, die Tiere zu versteigern, urteilte das Gericht.

Dieses Verdikt verfehlte seine Wirkung nicht, wie die „Thurgauer Zeitung“ vergangenen Freitag berichtete. Die junge Besitzerin hat die Ausstände beglichen und ihre neun Tiere von Attingers Pension abgeholt. Wo die sich die Fohlen nun befinden, weiss Werner Attinger nicht. „Ich bin froh, dass ich mein Geld habe und die Tiere nicht mehr zu pflegen brauche", sagte er gegenüber der Zeitung.

Vier Tiere immer noch bei Attingers

Für die Besitzerin dürfte der Standortwechsel mit Problemen verbunden gewesen sein. Dieser ist ein landesweites Pferdehalteverbot auferlegt worden. In Gossau soll sie 22 Tiere verwahrlost haben, und deshalb hat sie sich wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht zu verantworten. Daher wird vermutet, dass die Besitzerin die Fohlen veräussert hat.

Für Attingers ist der Albtraum aber noch nicht ganz zu Ende geträumt. Die zwei Hengste und zwei Fohlen sind weiterhin auf ihrem Betrieb. Die Besitzverhältnisse sind offenbar noch nicht ganz geklärt. Vor dem Bezirksgericht machten die Tante und der ehemalige Lebenspartner der jungen Frau Besitzansprüche geltend. Werner Attinger hat der Tante nun eine Frist bis Ende Jahr gesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt muss sie Ausstände in der Höhe von 17'200 Franken begleichen. Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach, wollen Attingers erneut vor Gericht ziehen.

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