6.08.2017 14:21
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Thurgau
Pferdequälerei: Zeit zu handeln
In den vergangenen Tagen veröffentlichtes Bildmaterial dokumentiert eine ungeheure, andauernde Tierqual auf dem Hof eines bereits mehrfach wegen Tierquälerei verurteilten Landwirts in der thurgauischen Gemeinde Hefenhofen.

Die Bilder der leidenden Tiere sind kaum zu ertragen und die Betroffenheit in der Bevölkerung, weit über Tierschutzkreise hinaus, ist gross. Nach aktuell dem Schweizer Tierschutz STS vorliegenden Informationen erfordern die Zustände auf dem Hof ein sofortiges Einschreiten der Behörden zugunsten der Tiere. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Beschlagnahmung sind zweifelsohne gegeben, die moralische Verpflichtung ist es sowieso. Es wäre inakzeptabel und skandalös, wenn die betroffenen Tiere weiter leiden oder gar sterben müssten, weil jetzt nicht gehandelt wird.

Dass die Verantwortlichen des Kantons Thurgau eine Taskforce zur Bearbeitung des Falls ankündigen, deutet immerhin darauf hin, dass nun auch die Behörden den Ernst der Lage und die Not der Tiere erkannt haben. Ob man auch die Dringlichkeit zu handeln erkannt hat, bleibt abzuwarten.

Unterstützung angeboten

Der Schweizer Tierschutz STS fordert mit Nachdruck, dass umgehend Massnahmen zum Wohl und zur Rettung der Tiere eingeleitet werden. Der Verband hat dem Veterinäramt des Kantons Thurgau schriftlich seine Unterstützung zur Rettung der Pferde vom Hof des Ulrich K. angeboten. STS-Präsident Heinz Lienhard unterstreicht: «Der Schweizer Tierschutz STS bietet seine Mithilfe an - über seine Sektionen und sein Beziehungsnetz - für beschlagnahmte Pferde Unterbringungsmöglichkeiten zur Neuplatzierung zu finden. Wenn der Kanton diese Unterstützung benötigt, stehen wir bereit.»


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