17.03.2020 17:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Detailhandel
Plexiglasscheiben bei Coop&Migros
Coop und Migros wollen in ihren Läden für mehr Abstand und so weniger Infektionsgefahr sorgen: Migros montiert in den nächsten Tagen Plexiglasscheiben an den Kassen, Coop zeichnet Abstandslinien.

Für beide Detailhändler hat der Schutz ihrer Mitarbeitenden «oberste Priorität», wie sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilten. Sowohl Migros als auch Coop stellen eigenes Desinfektionsmittel her, das den Mitarbeitenden abgegeben wird.

Elektronisch statt Bar

Coop erinnert die Kundinnen und Kunden künftig per Lautsprecher über «Social Distancing». Sowohl Migros als auch Coop bringen zudem an den Kassen Hinweise an, dass Kartenzahlung angesichts der Corona-Infektionsgefahr bevorzugt wird. Mit Bargeld zu zahlen ist aber bei beiden Detailhändlern weiterhin möglich.

Eine «Rationierung» gewisser Produkte, etwa für WC-Papier oder Mehl, sowie eine Zulassungsbeschränkung wird es sowohl bei Coop als auch bei Migros aktuell nicht geben. «Wir zählen auf das Verständnis und die Vernunft unserer Kundinnen und Kunden», so ein Coop-Sprecher.

Absperrbänder und Sicherheitsdienst

Sowohl bei Migros als auch bei Coop waren am Dienstagmorgen die Nicht-Lebensmittelabteilungen konsequent mit Bändern abgesperrt. Im Coop City in Winterthur beispielsweise wurde sogar die Beauty-Abteilung unterteilt: Es gibt zwar noch Zahnpasta und Shampoo, aber keinen Lidschatten und keinen Lippenstift mehr.

An den Eingängen zu den Lebensmittel-Abteilungen standen gut sichtbar Desinfektionsmittel-Spender. Einen Massenandrang gab es am Dienstag nicht. Im Shoppingcenter Tivoli in Spreitenbach beispielsweise verteilten sich Konsumentinnen und Konsumenten gut, wie es dort auf Anfrage hiess. Wer jedoch nicht zum Einkaufen im Shoppingcenter war, wurde vom Sicherheitsdienst gebeten, das Gebäude zu verlassen.

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