10.12.2018 06:33
Quelle: schweizerbauer.ch - ral
Bern
Problematik spitzt sich zu
Vergangenen Sommer wurden alleine im Kanton Bern 65 Tiere vom Wolf und Luchs gerissen. Nun fordert die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren gesetzliche Massnahmen.

Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern, die mittlerweile über 500 Mitglieder zählt, weist darauf hin, dass im letzten Sommer auf den Alpen im Kanton Bern 65 Nutztiere nachgewiesen von Wolf und Luchs gerissen worden sind. Weitere 65 Nutztierrisse konnte nicht eindeutig als Wolfs- oder Luchsrisse identifiziert werden. 

Die Politik sei gefordert zu handeln und die Gesetzgebung so anzupassen, dass die Regulierungen von Wolf und Luchs jetzt in der Jagdgesetzrevision verankert werde, heisst es in einer Mitteilung. Mehrere DNA-Proben von gerissenen Nutztieren wurden bei einem Institut in Hamburg zur Untersuchung eingereicht. Die Analysen zeigten ein deutliches Bild und deuten auf Wolfsmischlinge (Hybriden) aus den Regionen Russland, Frankreich und Polen hin.

Ob aus diesen Regionen tatsächlich Wölfe einfach so in die Schweiz einwandern könnten oder ob Wölfe gezielt ausgesetzt würden, müsse genau untersucht werden. Wolfsmischlinge sind gesetzlich nicht geschützt. Sollten im Kanton Bern tatsächlich Hybriden leben, müssten diese sofort zur Jagd freigegeben werden. 


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