27.08.2016 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Esaf
Raclette und Älplermagronen trotz Hitze
In der Mittagspause am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer waren am Samstag zwei Dinge gefragt: Geduld und Hitzeresistenz. Trotz Temperaturen um die 30 Grad bildeten sich vor den Essensständen lange Warteschlangen.

Während drinnen in der Arena die sieben schön gerechten Sägemehlkreise, der Rasen und selbst die dankbaren Zuschauerinnen und Zuschauer mit Wasser besprengt wurden, brutzelten auf dem Festgelände Bratwürste auf dem Grill, die Frittiermaschinen liefen auf Hochtouren und auch in den Festzelten wurden Menus am Laufmeter serviert.

Selbst weniger leichte Kost wie Raclette, Fondue und Älplermagronen fand trotz Hitze Abnehmer. Der «Stüper» Bier will schliesslich gut unterlegt sein.

Der Getränkelieferant «Feldschlösschen» hatte wegen der Hitze in der Nacht eine Extraladung von 160 Tonnen Bier und Getränke ans Fest geliefert, wie das Unternehmen auf Twitter mitteilte.

Wirklich nicht zu beneiden war die Person, die in einem Ganzkörperkostüm als «Knorrli» verkleidet unter sengender Sonne gute Laune und Werbung an den Mann und die Frau brachte.

Bloss an den Schatten

«Dichtestress» herrschte über Mittag auf dem baumlosen Festplatz unter allen Sonnenschirmen und Zelten, ja selbst unter Festbänken suchten manche ein schattiges Plätzchen.

Aus den Lautsprechern erschollen regelmässig Warnhinweise, die Besucher sollten sich vor der Sonne schützen und genügend Wasser trinken.

Die Festbesucher nahmen Hitze und Warten meist geduldig hin. Schon die Anreise verlief weitgehend problemlos. Mit Sonderzügen aus der ganzen Schweiz kamen gegen 2000 Personen, wie SBB-Sprecher Oli Dischoe auf Anfrage sagte.
Die Mehrheit reiste also mit Autos und Cars an. Auf den Strassen rund um das Schwingfest kam es am Morgen vorübergehend zu gewissen Staus. Grössere Verkehrsunfälle gab es nach Auskunft der Freiburger Polizei keine.

Jungspunde im Anmarsch

Weit weniger friedlich ging es in den sieben Sägemehlringen in der ausverkauften Broye-Arena zu und her. Schwinger-Jungspunde wie Ramon Orlik setzten der Konkurrenz stark zu. Der Platzsprecher konnte im Verlauf des Morgens Bundesrat Guy Parmelin in der Arena begrüssen.

Der aktuelle Schwingerkönig Matthias Sempach fand nach dem verhaltenen Auftakt mit einem Remis in den Wettkampf zurück. Kilian Wenger, der Schwingerkönig von 2010, musste schon nach dem 2. Gang nahezu alle Hoffnungen auf einen neuerlichen Spitzenplatz begraben.

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