26.02.2018 18:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Österreich
Rätsel um tote Rinder
Im österreichischen Hüttenberg sind auf einem Bauernhof drei tote Rinder aufgefunden worden. Ob die abgemagerten Tiere verhungert oder durch einen Stromschlag getötet wurden, ist noch unklar.

Ein grausames Bild offenbarte sich dem Veterinärdienst auf einem Pachtbetrieb bei Hüttenberg. Drei abgemagerte Tiere lagen tot im Stall, der mit Wasser vollgelaufen war. Der Tod der Tiere wurde der Polizei anonym gemeldet.

Gepachtet wurde der Betrieb von einem Junglandwirt. «Der junge Bauer war mit seinen zwei Ställen wohl überfordert, der Pachtstall war ziemlich verdreckt. Ich gehe von schwerer Vernachlässigung aus. Ausserdem lässt sich an den Kadavern feststellen, ob sie gefüttert wurden», sagte Amtstierarzt Josef Leitner gegenüber krone.at.

Wie die Rinder gestorben sind, ist indes noch nicht geklärt. Entweder sind sie verhungert oder starben durch einen Stromschlag. Wegen eines defekten Tränke standen Teile des Stalls unter Wasser. «In der Nähe befindet sich ein Verteilerkasten», erklärt Holger Remer von der Veterinärabteilung des Bundeslandes Kärnten. Durch die Anbindehaltung könne es vorkommen, dass Strom in die Vorrichtungen gerät. So könnten mehrere Tiere gleichzeitig verenden.

Im Stall fanden die Behörden drei weitere Rinder auf. Diese befanden sich in sehr schlechten Zustand. Sie wurden auf den zweiten Hof des Nebenlandwirts verbracht. Um die genaue Todesursache festzustellen, werden die Kadaver untersucht. Ob Tierquälerei vorliegt, entscheidet gemäss oe24.at die Bezirkshauptmannschaft.

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