1.06.2013 12:26
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Hochwasser
Regenfälle führen zu Überschwemmungen
Die starken Regenfälle in der Schweiz haben in der Nacht auf Samstag vielerorts Feuerwehren und Krisenstäbe in Atem gehalten. Im Kanton Aargau beschloss der kantonale Führungsstab, auch in Wallbach am Rhein Hochwassersperren vorzubereiten. Die Situation an Aare und Reuss ist weiterhin angespannt.

An den beiden Flüssen gilt im ganzen Kantonsgebiet die Gefahrenstufe 3, es besteht also eine erhebliche Hochwassergefahr, wie der Führungsstab am Samstag mitteilte. Nach Brugg, wo rund 800 Meter Hochwassersperren verlegt wurden, beschloss der Stab, auch in Wallbach am Rhein solche Sperren vorzubereiten. Mit den Sperrschläuchen werden die Uferbereiche erhöht. 

Der Aargauer Krisenstab ruft die Bevölkerung auf, die Uferzonen hochwassergefährdeter Flüsse und Bäche zu meiden. Zudem sei bei Aktivitäten im Freien das Risiko von Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. 

Autobahn unter Wasser 

Im Kanton Solothurn führte der intensive Dauerregen zu zahlreichen überfluteten Kellern. Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen gingen bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn rund 20 Meldungen ein. Am stärksten betroffen war bis anhin die Region zwischen Grenchen und Olten. 

Wegen Wasser auf der Fahrbahn war die Autobahn A1 zwischen Rothrist und Härkingen in Fahrtrichtung Bern am Samstagmorgen nur einstreifig befahrbar und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit wurde auf diesem Streckenabschnitt aus Sicherheitsgründen auf 60 km/h reduziert. Nach Angaben der Kantonspolizei Solothurn traten bislang keine Gewässer im Kantonsgebiet über die Ufer. Die Situation werde aufmerksam beobachtet. 

Hochwassergefahr in Bern 

Gleiches gilt für die Region Bern. Angesichts des stetig steigenden Pegels der Aare traf die Berufsfeuerwehr Bern am Samstagmorgen erste vorsorgliche Massnahmen. Um 07.20 Uhr verschickte die Feuerwehr zudem eine vorsorgliche SMS-Meldung an die potentiell gefährdete Bevölkerung mit der Aufforderung, exponierte Keller wegen der Gefahr von Grundwasser zu kontrollieren. 

Im Kanton Thurgau kam es bereits zu zahlreichen Überflutungen. Thur und Sitter führen Hochwasser. Bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei Thurgau gingen bis am Morgen rund 30 Schadensmeldungen ein. Hauptsächlich wurden Keller und Strassen überflutet. An mehreren Orten traten die Bäche über die Ufer und verursachten Überschwemmungen. Betroffen ist der ganze Kanton. 

Jugi Brunnen evakuiert 

Auch im Kanton Schwyz traten zahlreiche Bäche über die Ufer. Zudem verschütteten Schlamm und Geröll die Strasse zwischen Gersau und Vitznau, wie die Kantonspolizei mitteilte. Wegen eines drohenden Hangrutsches mussten rund 40 Personen einer Jugendherberge mit Booten auf dem Seeweg evakuiert werden.

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