30.10.2016 17:28
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wallis
Rinder verenden elendlich
Im Oberwallis sorgen zwei tote Rinder für Aufregung. Wie der „SonntagsBlick“ berichtet, waren zwei Tiere in einem Stall eingeschlossen und verhungerten anschliessend. Der Besitzer der Rinder, ein Viehhändler und Milchbauer, muss mit einem juristischen Nachspiel rechnen.

Der wüste Vorfall hat sich in der Nähe von Oberems VS abgespielt. Der Milchbauer hat die Tiere nach der Alpsaison dorthin gebracht. Jeweils am Sonntag hat er nach den Tieren geschaut. Gemäss Angaben des Mannes haben sich die Rinder im Stall selbst eingeschlossen. Als er sie gefunden habe, seien sie bereits verhungert gewesen, sagt der Mann gegenüber „SonntagsBlick“.

Die Kadaver blieben in der Folge mehrere Wochen im Stall liegen. Ein bestialischer Geruch verbreitete sich. Gemäss dem Onlineportal 1815.ch ist erst kürzlich eine Wanderfamilie in der Nähe des Stalls vorbeigelaufen. Aufgrund des Gestanks hatte sie sich dem Gebäude nicht genähert.

Vor zwei Wochen hat ein Kantonsbeamter Alarm geschlagen. Am vergangenen Freitag nun wurden die Kadaver ausgeflogen. Der Fall liegt nun beim Walliser Kantonstierarzt Jérôme Barras. Dieser will den Besitzer schriftlich befragen. So ein Fall von Vernachlässigung habe er noch selten erlebt, liess er verlauten.

Für Kantonstierarzt ist aber klar:  «Drei Mal die Woche muss man nach den Tieren schauen.» Er prüft nun den Fall und reicht ihn dann der Staatsanwaltschaft weiter. «Sie muss dann entscheiden, ob sie den Fall zur Anklage bringen will», erklärt er gegenüber dem „SonntagsBlick“.

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