Sonntag, 4. Dezember 2022
11.10.2012 07:22
Russland

Russland: Kraniche liessen sich nicht von Präsident Putin leiten

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Von: sda/afp

Russlands Präsident Wladimir Putin ist kein erfolgreicher Vogelführer. Es gelang dem Staatschef mit einer in den Medien gefeierten Aktion nicht, am Steuer eines motorisierten Drachenfliegers eine Gruppe Kraniche zum Winter in Richtung Süden zu führen.

Putin hatte Anfang September versucht, den fünf in Gefangenschaft geschlüpften Zugvögeln die angestammte Route zu ihren Überwinterungsplätzen zeigen.

Putin lobte «Friedfertigkeit» der Vögel

Die Kraniche hätten die in Nordsibirien gelegene Halbinsel Jamal trotz der Anleitung durch den Präsidenten nicht verlassen, hiess es bei Umweltbehörde Rosprirodnadsor, wie die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch berichtete. Die Zugvögel seien daher nun zusammen mit Ornithologen in einem Flugzeug in das Schutzgebiet Ryazan geflogen worden.

Die Aktion Putins Anfang September war die Hauptnachricht im Staatsfernsehen gewesen. Nach drei Flügen hatte sich der Präsident braungebrannt und in einem weissen Overall gekleidet den Medien präsentiert. Dabei hatte er die «Friedfertigkeit» der Vögel gelobt.

Spielt gerne den starken Mann

Putin inszeniert sich gern in der Rolle des starken Manns Russlands. So ritt er schon vor Kameras mit nacktem Oberkörper durch die russische Steppe. Er ging an Bord eines U-Boots, das bis zum Grund des Baikalsees tauchte; er steuerte ein Formel-1-Auto und ein Löschflugzeug.

Auch beteiligte er sich persönlich daran, ein Tigerweibchen einzufangen und mit einem Peilsender zu versehen. Vergangenen Monat gestand er allerdings ein, dass einige seiner Aktionen inszeniert waren.
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