25.12.2019 14:17
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Sachschaden in Millionenhöhe
An Heiligabend ist der Turm der reformierten Kirche im bernischen Herzogenbuchsee in Brand geraten. 24 Stunden nach Ausbruch des Feuers laufen die Aufräumarbeiten. Erste Schätzungen gehen von einem Schaden von über einer Million Franken aus.

Nach dem Brand im Herzogenbuchsner Kirchturm am Dienstagabend gab die Kantonspolizei Bern am Mittwochmorgen bekannt, dass dass der zweite Brand in der Kirche gelöscht sei. Eine Brandwache sei installiert worden. Nun liefen Ermittlungen zur Brandursache sowie die Aufräumarbeiten.

Am späten Dienstagabend war ein Teil der Dachkonstruktion eingestürzt und hatte ein Loch ins Kirchenschiff gerissen. Die stark beschädigte Kirche bleibt bis auf weiteres weiträumig abgesperrt. Weitere Teile des Kupferdachs könnten herunterfallen. Dies sagte der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Oberaargau, Marc Häusler. Die Aufräumarbeiten werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 

Es werde nun versucht, die übriggebliebenen Blechteile des demolierten Kupferdachs wegzubringen. Danach würden die Resten des Kirchenspitzes demontiert und schliesslich mit den Sanierungsarbeiten begonnen.

Kupferdach bereitet Probleme

Ausser einem Feuerwehrmann, der während des stundenlangen Einsatzes vor Ort medizinisch versorgt worden war, wurden laut der Polizei keine weiteren Personen verletzt. Die Bewohner der beiden vorübergehend evakuierten Häuser hätten mittlerweile wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Regierungsstatthalter Häusler äusserte sich auf Anfrage von Keystone-SDA auch zu den Gründen, weshalb das Feuer die Leute so lange in Atem gehalten hatte: «Das Problem war, dass die Flammen im Kirchenspitz nicht bekämpft werden konnten.» Die Einsatzkräfte hätten kaum Löcher durch das Kupfer bohren können, um Wasser ins Innere zu befördern. Deshalb habe man schliesslich entschieden, den Kirchturm ausbrennen zu lassen.

«Unglücklicherweise stürzte ein Teil des Turms auf das Kirchenschiff herunter», sagte Häusler. Dadurch sei das Dach der im Jahr 1728 erbauten Kirche beschädigt worden. Es liege Schutt auf dem Zwischenboden, in der Kirche selbst befinde sich Wasser von den Löscharbeiten. «Aber die Decke hält momentan, es sieht nicht schlecht aus.»

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