17.05.2013 13:10
Quelle: schweizerbauer.ch - Christof Hirtler
Alperoose
Schüpferi-Meitli wollen mit Liedern Freude bringen
Die Freude war gross, als das Ergebnis verkündet wurde: Die Schüpferi-Meitli sind die Sieger. Mit ihrem Lied «S Härz vore Mueter» haben die beiden Bauerntöchter mit ihrer natürlichen Ausstrahlung überzeugt.

Das Heimä Schüpferi liegt auf 600 Metern Höhe am Buochser Berg, hoch über dem Vierwaldstättersee. Hier sind Silvia und Anita Bucher, die Gewinnerinnen der Schweizer Volksmusik-Show Alpenrose 2013, aufgewachsen. Singen gelernt haben die drei Mädchen Heidi, Silvia und Anita bei ihrer Tante in Eschenbach. Bei Maria Fischer waren sie in den Ferien, lernten erste Jodellieder, hatten ihre ersten Auftritte zusammen mit der Familienkapelle Fischer. an Geburtstagen und Familienfesten.

Silvia: «Die Bühnenpräsenz wurde uns mit auf den Weg gegeben. Wir sind uns von klein auf gewohnt, vor Publikum aufzutreten.» Silvia wurde Floristin, Anita Köchin. Seit 2010 reisen Silvia und Anita mit ihrem Begleiter, dem Akkordeonisten Dani Waser von Auftritt zu Auftritt. Sie  helfen ihrem Vater Josef, wann immer sie Zeit haben.

Abenteuer Alpenrose

Anita: «Ich habe uns für den Nachwuchswettbewerb ‹Alpenrose› beim Schweizer Fernsehen angemeldet. Wir hatten kaum brauchbares Audio- oder Videomaterial. Wir waren überrascht, dass wir zum Casting ins Radio-Studio Zürich eingeladen wurden. Es dauerte lange, bis wir Bescheid bekamen. Anstatt uns einen Brief zu schicken, kam ein Fernsehteam vorbei.» Zur Vorbereitung auf den grossen Auftritt erhielten Silvia, Anita und Dani vom Fernsehen einen Mentor, einen Götti. Es war der Akkordeonist und Sänger der Streichmusik Alder aus Urnäsch, Hansjürg Freund. Mit dem Lied «Das Herz einer Mutter» gewann er zusammen mit dem Komponisten Stefan Roos und den «Sänger-Freunden» 2009 den Schweizer Final des Grand Prix der Volksmusik.

Dieses Lied sollten nun die Schüpferi-Meitli neu interpretieren. Sie haben den Text in Buochser Dialekt umgeschrieben und mit dem Akkordeonisten Dani Waser geprobt. Silvia: «Das war nicht einfach für uns, weil der volkstümliche Schla-ger nicht unser Musikstil ist. Nach den Aufnahmen für die Alpenrosen-CD 2013 sagte uns der Produzent: Das ist perfekt, natürlich. Das war für uns die Bestätigung unserer Arbeit.» Vor dem Fernsehauftritt stieg die Nervosität. Silvia: «Als wir die Treicheln hörten und die vielen Nidwaldner Fähnchen sahen, fühlten wir uns wie daheim. Wir konnten den Moment geniessen und die Nervosität zum Teil ablegen.»

Erste eigene CD

Im Moment ist das Trio abends in Zürich für die Aufnahmen ihrer ersten CD mit Natur-Jutz und Jodelliedern in Zürich auf. Lieder, die sie so widerspiegeln, wie sie sind: ursprünglich und naturverbunden. Silvia: «Die Textinhalte müssen uns entsprechen. Nur diese Lieder können wir überzeugend interpretieren und Menschen berühren.» Neben Auftritten an Geburtstagen oder Jodelkonzerten sind Silvia, Anita und Dani am liebsten an Berggottesdiensten dabei. Silvia: «Wir singen, weil wir den Menschen Freude bereiten dürfen. Es ist schön, nach der Messe mit den Menschen zusammen zu sein und mit ihnen den Sonntag zu geniessen. Wir erhalten viele Komplimente, die uns freuen und motivieren. Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Das Elternheimet von Silvia und Anita Bucher umfasst 24 Hektaren LN und zählt 30 Kühe, 15 Aufzuchtrinder  und 6 Kälber.

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