14.01.2014 16:08
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Indien
Schulen wegen aggressivem Tiger geschlossen
Ein aggressiver Tiger hat im Süden Indiens mindestens drei Menschen getötet. Aus Angst vor weiteren Angriffen bleiben in der betroffenen Gegend deshalb vorerst alle 45 Schulen geschlossen, wie die Behörden des Bundesstaats Tamil Nadu am Dienstag mitteilten.

Auch ein Touristenressort am beliebten Doddabetta-Berg sei geräumt worden, sagte Thiru Sugirtharaj Koil Pillai von der Forstbehörde. Rund 150 Polizisten und Mitarbeiter seiner Behörde seien mit Elefanten und Spürhunden auf die Suche nach dem Raubtier gegangen.

Zuletzt habe der Tiger in der vergangenen Woche eine Frau getötet, die auf einer Teeplantage arbeitete. Insgesamt werde das Tier seit Beginn des Jahres für drei tödliche Angriffe auf Menschen verantwortlich gemacht.

Die Polizei habe Fallen und Kameras installiert, wodurch es nun inzwischen zumindest Aufnahmen von dem Tier gebe. «Erst nach dem dritten Todesfall, als eine Kamera das Tier erwischte, waren wir sicher, dass ein Tiger hinter den Morden steht», sagte Pillai. In der vergangenen Woche war bereits am anderen Ende Indiens Tiger-Alarm ausgelöst worden. Im Bundesstaat Uttar Pradesh im Norden des Landes soll ein Tier mindestens vier Menschen getötet haben.

In Indien leben etwa 1700 Tiger. Zum Zeitpunkt von Indiens Unabhängigkeit 1947 gab es noch geschätzte 40'000 Tiere. Die dramatische Abnahme des Bestands der in freier Wildbahn lebenden Tiere geht zurück auf Wilderei, internationale Schmugglernetzwerke und Zerstörung des Lebensraums.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE