2.09.2019 08:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Australien
Schweinepest: Häufig Verstösse
Von November 2018 bis Mai 2019 sind an Australiens Grenzen insgesamt 23 t an Schweinefleisch sichergestellt worden, die illegal eingeführt werden sollten, wöchentlich müssen teilweise über 1'000 Schweinefleischprodukte auf Flughäfen und in Postzentren aus dem Verkehr gezogen werden.

Alarmiert über die Verstösse gegen die Biosicherheitsbestimmungen zeigte sich jetzt Australiens Landwirtschaftsministerin Bridget McKenzie, angesichts der grossen Einschleppungsgefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Sie monierte, dass anscheinend die Botschaft in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen sei, dass strikt auf die Einhaltung der Biosicherheitsanforderungen geachtet werden müsse. „Eine Verschlechterung unseres Biosicherheitsstatus kann unseren Ruf als sauberer und umweltfreundlicher Produzent schädigen und unsere Marktzugänge bedrohen. Viele Australier sind sich dessen wahrscheinlich nicht bewusst", so die Ministerin.

Um dies zu ändern, ist ihr zufolge nun eine neue nationale Webseite zur Biosicherheit freigeschaltet worden, um die Öffentlichkeit noch besser zu informieren. Diese richtet sich mit zugeschnittenen Inhalten insbesondere an Zielgruppen wie Reisende, Transporteure, Handelsunternehmen, Veterinäre, Landwirte, Gärtner und Fischer, aber auch an Personen, die ausländische Fleischerzeugnisse im Internet bestellen.

„Die australische Regierung nimmt es ernst, dass die Gesellschaft Zugang zu den Informationen hat, die sie benötigt, um ihre Rolle bei der Bewältigung von Biosicherheitsbedrohungen zu spielen“, betonte McKenzie. Die Regeln nicht zu kennen, sei „keine Entschuldigung für das Falsche“. Die Leute sollten sich gut genug informiert fühlen, um das Richtige zu tun.

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