1.07.2013 16:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Klima
Schweiz: Das Jahr 2012 war 0,5 Grad zu warm
Das Jahr 2012 ist im langjährigen Vergleich ein halbes Grad zu warm gewesen. Die Jahresniederschläge brachte einen Überschuss von etwa sechs Prozent im Vergleich zur Norm, wie dem am Montag veröffentlichten Klimareport 2012 von MeteoSchweiz zu entnehmen ist.

Laut Meteomedia erlebte Zürich gar die kälteste erste Jahreshälfte seit 1987. Auf der Alpennordseite zwischen Genfer- und Bodensee fehlten 150 bis 200 der üblichen Sonnenstunden. In den Alpen und im Süden sei es mit der Kälte und dem Sonnenscheinmangel dagegen weniger schlimm, schreibt Meteomedia. 

Die zu kalte Witterung steht laut Meteomedia nicht im Gegensatz zur Klimaerwärmung: Das erste Halbjahr war nur in Mitteleuropa, Ostasien und im Osten von Nordamerika zu kalt, sonst sei es weltweit wieder viel zu warm. 

So verzeichnete MeteoSchweiz für das Jahr 2012 einen Wärmeüberschuss von einem halben Grad gegenüber dem langjährigen Durchschnitt. Im Hinblick auf die langfristige Klimaentwicklung trage 2012 zur anhaltenden Temperaturzunahme in der Schweiz bei. Sowohl die Mitteltemperatur des gesamten Jahres als auch jene der Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst seien höher als in den Jahren zuvor.

Im Hinblick auf die langfristige Klimaentwicklung trägt 2012 zur anhaltenden Temperaturzunahme in der Schweiz bei, wie MeteoSchweiz schreibt. Sowohl die Mitteltemperatur des gesamten Jahres als auch jene der Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst waren höher als in den Jahren zuvor. 

In Übereinstimmung mit der allgemeinen Temperaturzunahme ist in der analysierten Periode 1981 bis 2010 seit 1959 die Anzahl der Sommertage deutlich angestiegen, die Anzahl der Frosttage hingegen deutlich zurückgegangen. Die Nullgradgrenze ist in derselben Periode um rund 350 m angestiegen, wobei dies vor allem die Jahreszeiten Winter, Frühling und Sommer betrifft. Die allgemeine Erwärmung drückt sich auch in einer früheren Vegetationsentwicklung aus. 

Die langjährige Niederschlagsentwicklung zeigt auf der Alpennordseite für das Jahr und den Winter einen Trend zu höheren Niederschlagssummen. Die übrigen Jahreszeiten verzeichnen wie bisher keine langfristige Änderung in den Niederschlagssummen. Auf der Alpensüdseite ist wie bisher sowohl bei den Jahressummen als auch bei jahreszeitlichen Summen keine langfristige Niederschlagsänderung festzustellen. 

Die Ozonsituation in der höheren Atmosphäre über der Schweiz ist in den letzten Jahren stabil geblieben. Dies nach-dem zwischen 1970 und 1995 eine Abnahme des Gesamtozons um rund sechs Prozent stattgefunden hat

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