Freitag, 25. Juni 2021
22.01.2013 15:26
Gesundheit

Schweizer essen zu fettig und bewegen sich zu wenig

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Die Schweizer Bevölkerung konsumiert zu viele fetthaltige Substanzen und bewegt sich zu wenig. Zu diesem Schluss kommt das Eidg. Departement des Innern (EDI) in seinem sechsten Ernährungsbericht. Vorgestellt wurde dieser am Dienstag von Departementsvorsteher Alain Berset.

Die Bevölkerung sei sich zu wenig bewusst, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für die Gesundheit sei, schreibt das EDI im Bericht. So habe im Vergleich zum letzten Ernährungsbericht 2005 vor allem der Konsum von Fertig- und Convenience-Gerichten stark zugenommen. Diese enthalten bekannterweise hohe Mengen an Fett, Salz und Zucker.

Insgesamt hat der Verbrauch von Fetten und Ölen um 5 Prozent zugenommen, ebenso jener von Zucker und Honig. Gleichzeitig wurden jedoch im Vergleich zur letzten Erhebung 7 Prozent weniger Früchte und 6 Prozent weniger Gemüse verspeist. Der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten sowie von Getreide und Kartoffeln blieb praktisch unverändert.

Alles in allem nähmen die Menschen in der Schweiz etwa gleich viel Energie zu sich wie vor 30 Jahren, so das EDI. Da sie sich aber immer weniger bewegen würden, bleibe die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen auf konstant hohem Niveau. Betroffen sind Erwachsene wie auch Kinder. Bei den Kindern liegt der Anteil der Schwergewichtigen je nach Alter bei 5 bis 20 Prozent.

Folgen der Fehlernährung sind laut Ernährungsbericht Krankheiten wie Diabetes, Knochenschwund, Krebs oder Herz-Kreislauf-Störungen. Letztere seien nach wie vor die häufigste Todesursache in der Schweiz. Jährlich erlitten 30’000 Menschen einen Herzinfarkt und 12’500 Menschen einen Hirnschlag. Eine ausgewogene Ernährung würde  das Risiko signifikant vermindern.

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