12.06.2018 06:18
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Lausanne VD
Schweres Unwetter in Westschweiz
Heftige Gewitter mit sintflutartigem Regen haben am späten Montagabend in Teilen der Romandie gewütet. In Lausanne wurden mehrere Strassen, Wohnhäuser und Geschäfte überschwemmt. Die Unterführung des Bahnhofs lief mit Wasser voll. Mehrere Bahnlinien sind unterbrochen.

Die Lausanner Polizei konnte in der Nacht auf Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-sda zunächst keine Angaben zum Ausmass machen. Laut Medienberichten kam es zu dutzenden Notrufen. Über Verletzte lagen keine Angaben vor.

Auf Fotos und Videos, die Passanten in sozialen Medien publizierten, ist zu sehen, wie sich ganze Strassenzüge in reissende Bäche verwandelten. Auf einzelnen Plätzen in der Innenstadt wurden Pflastersteine weggeschwemmt. Menschen standen Wadentief im Wasser. Eine Treppe der Lausanner Bahnhofsunterführung glich vorübergehend einem Wasserfall.

Wegen Unwetterschäden waren in den Kantonen Waadt und Freiburg am frühen Dienstagmorgen mindestens drei Bahnlinien unterbrochen. Betroffen waren Strecken zwischen Estavayer-le-Lac und Payerne, zwischen Payerne und Freiburg sowie die Strecke Freiburg-Murten. S-Bahnzüge wurden durch Busse ersetzt.

Vorübergehend waren auch Strassen in der Region unpassierbar. Zwischen Bulle und Freiburg wurden Kantonsstrassen gesperrt, weil sie verdreckt waren.

Gemäss Angaben von MeteoSchweiz gingen bei Lausanne gegen Mitternacht 14,5 Millimeter Regen pro Stunde nieder. Der Wetterdienst hatte für die Region eine Warnung der Stufe 3 herausgegeben. Das entspricht der mittleren von fünf Gefahrenstufen.

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