31.08.2013 19:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sam/sda
ESAF 2013
Schwingerkönige in Rücklage - Berner in Fahrt
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Burgorf BE brachte viele spannende Gänge. Die beiden noch aktiven Schwingerkönige, Nöldi Forrer und Kilian Wenger, liegen bereits zurück.

In der restlos ausverkauften Emmental Arena herrschte eine  friedliche und fröhliche Stimmung als um 7.30 Uhr die Athleten  einmarschierten. Rund hunderttausend Hände klatschten im Takt zum  Einzug der Schwinger. Als der Berner Verband mit dem amtierenden Schwingerkönig Kilian Wenger in die Arena einzog, hielt es kaum  einen der über 50'000 Zuschauer mehr auf seinem Sitz.

Zum Schluss des ersten Ganges griffen dann Wenger, der Schwingerkönig von 2010, und  Arnold Nöldi Forrer, der Schwingerkönig von 2001, zusammen. Da Forrer extrem passiv schwang, stellten die beiden den Gang. Das sollte kein gutes Omen für die beiden einzigen noch aktiven Schwingerkönige sein.

Der amtierende «König» Wenger wurde schon am Vormittag entzaubert und fand im  Innerschweizer Martin Koch seien Meister. Damit schmolzen Wengers  Chancen auf die Titelverteidigung wie Frühlingsschnee an der  Sonne. Dennoch blieb den Berner Fans Grund zum Jubeln, denn mit  Matthias Sempach und Christian Stucki hatten sie noch heisse Eisen  im Feuer. Und auch die zweite Reihe der Berner trumpfte sehr stark auf.

Kämpf schlägt König Forrer

Dem Berner Oberländer Bernhard Kämpf aus Sigriswil gelang dann am Nachmittag der Geniestreich des vierten Ganges, indem er den ehemaligen Schwingerkönig Arnold Forrer auf den Rücken legte.

Nach vier Gängen sind noch vier Schwinger mit vier Siegen schadlos. Die beiden Topfavoriten Matthias Sempach und Christian Stucki sowie die beiden überraschenden Nicht-Eidgenossen Bernhard Kämpf und Raphael Zwyssig. Stucki bekundete gegen Martin Koch viel Mühe, Sempach setzte sich ebenfalls gegen einen Innerschweizer, Reto Nötzli durch.

Raphael Zwyssig ist der einzige Nicht-Berner in der Spitzengruppe, der Appenzeller besiegte überraschend den Berner Willy Graber. Aus der Entscheidung gefallen sind im vierten Durchgang Christian Schuler und Bruno Gisler.

Burgdorf bewältigte Ansturm

Das Emmentaler Städtchen Burgdorf hat am Samstag  den ersten Ansturm der Schwingerfans erlebt. Zwar herrschte überall  ein grosses Gedränge, doch aus der Ruhe bringen liess sich im  Emmental deshalb niemand.

Schon am frühen Morgen rollte ein Extrazug um den anderen im  Bahnhof Burgdorf ein. Gegen 20'000 Personen reisten mit dem  öffentlichen Verkehr in die Emmestadt, wie ein Sprecher der SBB auf  Anfrage sagte. Einzig der allererste Zug aus Luzern hatte einige  Minuten Verspätung, weil er so stark besetzt war und das Einsteigen  darum seine Zeit dauerte.  In Burgdorf angekommen nahmen die meisten Besucherinnen und  Besucher den rund viertelstündigen Fussmarsch zum Stadion unter die  Sohlen. Auch Shuttlebusse verkehrten.

Hohe Politikerdichte

Unter den über 50'000 Zuschauern in der grossen Schwingfestarena  in Burgdorf tummeln sich auch zahlreiche Politikerinnen und  Politiker. Viele von ihnen sind als Ehrengäste der Organisatoren  und Verbände aber auch als Gäste von Sponsoren geladen.

www.schlussgang.ch

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