21.11.2014 15:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Indien
SMS warnt vor Elefanten
Mit einer Warnung vor Elefanten per SMS will die südindische Tee-Anbauregion Valparai die Zahl der tödlichen Begegnungen zwischen Mensch und Dickhäuter drastisch reduzieren. 41 Menschen wurden in den vergangenen 14 Jahren in der Region von Elefanten getötet, die bei ihren Wanderungen zwischen Wäldern über die Plantagen streifen.

Untersuchungen der Umweltschutzstiftung NCF zufolge hätten mindestens 36 von ihnen gerettet werden können, wären sie rechtzeitig gewarnt worden, dass sich Elefanten in ihrer Nähe aufhalten.

Das brachte die Umweltschützer auf die Idee des SMS-Alarms. Mehrere Einwohner liessen sich als Elefantenbeobachter einspannen: Sie behalten die Herden im Blick und warnen Handybesitzer in der Nähe, sobald die Tiere ihren Aufenthaltsort ändern. «Im Bruchteil einer Sekunde können wir bis zu 1500 Menschen auf Englisch und Tamil informieren», sagt NCF-Vertreter Ganesh Raghunathan. Für den Fall, dass der Empfang gestört ist, warnen gleichzeitig rote Signallampen vor den Dickhäutern.

Das Projekt scheint in der Region mit ihren rund 70'000 Plantagen-Arbeitern zu funktionieren. Seit seiner Einführung vor zwei Jahren ist die Zahl der tödlichen Attacken deutlich zurückgegangen. Auch die Plantagenarbeiterin Geetha Thomas verdankt ihr Leben einer SMS: Die 38-Jährige konnte sich Dank der Warnung gerade noch auf ihr Hausdach retten, als eine Herde Elefanten durch ihr Dorf tobte.

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