12.10.2017 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - big
Gesundheit
Sojadrink und Co. kein Milchersatz
Die SRF-Sendung Puls untersuchte verschiedene pflanzliche Milchersatzgetränke. Fazit: Sie haben nichts mit Milch zu tun.

Gemäss der Schweizer Lebensmittelpyramide wird der Verzehr von täglich drei bis vier Portionen Milch oder Milchprodukten empfohlen. Dadurch wird der tägliche Bedarf an Eiweiss, Kalzium und unter anderem den Vitaminen A, B2 und B12 abgedeckt.

Doch zunehmend mehr Menschen greifen statt zu Kuhmilch zu sogenannten Milchersatzgetränken. Dies entweder, weil sie eine Laktoseintoleranz haben, weil sie keine tierischen Produkte konsumieren wollen oder weil sie die pflanzlichen Getränke für besonders trendig und gesund halten.

Die SRF-Gesundheitssendung «Puls» hat verschiedene dieser sogenannten Milchersatzgetränke untersucht und kommt zum Schluss: «Milchersatzgetränke haben – ausser der weissen Farbe – nichts mit Milch zu tun.» Diese Getränke würden industriell gefertigt und enthielten jeweils nur wenig der Grundsubstanz – beispielsweise sieben Prozent Mandeln oder 12 bis 14 Prozent Reis.

Der Rest ist Wasser und nicht selten pflanzliches Öl oder ein anderer Emulgator, um das Getränk zu einer homogenen Flüssigkeit zu verarbeiten. Entsprechend enthalten die Drinks kaum Eiweiss, Kalzium und Vitamine. Mit einer Ausnahme: Sojadrinks sind in etwa gleich eiweisshaltig wie Milch. Zudem werden viele dieser Produkte mit Kalzium und Vitaminen, häufig auch mit Zucker oder Aromastoffen, aufgepeppt.

Mit einigen dieser Drinks liessen sich zwar Müesli und Crèmes anrühren oder Kuchen backen, doch wer ganz auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten verzichte, tue gut daran, die fehlenden Inhaltsstoffe der Milch durch andere Nahrungsmittel aufzunehmen, rät «Puls».

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