31.07.2020 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Klima
Sommerhitze kam erst zum Monatsende
Der Monat Juli war laut MeteoSchweiz mehrheitlich geprägt von wechselhafter Witterung. Die Sommerhitze kam erst in den letzten Julitagen. In vielen Gebieten war der Monat niederschlagsarm.

In den ersten zwei Monatsdritteln dauerten die längsten sonnigen Perioden auf der Alpennordseite nur gerade drei Tage, wie MeteoSchweiz am Donnerstag mitteilte. So gab es vom 7. bis 9. Juli und vom 18. bis 20. Juli in der ganzen Schweiz viel Sonnenschein und gebietsweise Höchstwerte von 30 bis 32 Grad.

Wenige Hitzetage

Auf der Alpensüdseite und im Wallis setzte die erste sonnige Periode bereits am 4. Juli ein und dauerte sechs Tage. Die zweite sonnige Periode startete im Südtessin und im Wallis am 16. respektive am 17. Juli und dauerte fünf respektive vier Tage.

Der Juli brachte bis ins letzte Monatsdrittel verbreitet wenige Hitzetage mit 30 Grad oder mehr. Bern beispielsweise verzeichnete den ersten Hitzetag des Sommers am 27. Juli, Luzern am 28. Juli und am Bodensee gab es bis am 28. Juli keinen Hitzetag.

Wenig Niederschläge

Trotz wechselhafter Witterung mit mehreren Kaltfronten und Gewitterlagen fiel in einigen Gebieten der Schweiz ausgesprochen wenig Regen. Bis am 28. Juli erhielten Teile der Alpendsüdseite und des Engadins nur 20 bis 30% der normalen Julimenge.

In der West- und Nordwestschweiz blieben die Werte bis am 28. Juli lokal unter 20 % der Norm 1981−2010. In Basel gab es bis am 28. Juli sogar nur gerade 5,6 mm oder 6% der Norm. Ohne weitere Niederschläge in den letzten Julitagen ist dies in Basel der niederschlagsärmste Juli seit Messbeginn 1864. Deutlich reichlicher fiel der Regen am zentralen und östlichen Alpennordhang mit 70 bis knapp 100% der Norm 1981−2010.

Viel Regen in kurzer Zeit 

Am 10. Juli zog aus Westen eine kräftige Kaltfront über die Schweiz. In den Schwyzer Voralpen fielen dabei an einzelnen Messstandorten beachtliche Regenmengen. Landesweit am meisten registrierte die Messstation Alpthal mit einer Tagessumme von rund 100 mm. Das entspricht 40 % der durchschnittlichen Julimenge.

Die Kaltfront vom 10. Juli brachte in Davos die erstaunlich hohe Windspitze von rund 107 km/h. Auf dem Weissfluhjoch oberhalb Davos lag der Höchstwert bei 104 km/h. Knapp über 100 km/h meldete auch der Crap Masegn. An allen übrigen Messstandorten lagen die Höchstwerte unter 90 km/h.

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