30.01.2018 11:52
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
St. Gallen
Sprengmittel in Stall gefunden
In einem durch den Wintersturm Burglind eingestürzten Stallgebäude in Sax SG wurde jede Menge Sprengmittel gefunden. Bei Aufräumarbeiten wurden von der Kantonspolizei St. Gallen 50 Kg Plastex, 18 kg Gelatine, 100 Sprengkapseln und 80 m Sicherheitsanzündschnur sichergestellt.

Am Dienstag wurde die Kantonspolizei St. Gallen über einen Sprengmittelfund informiert. Die Sprengmittel befanden sich in einem Stall, welcher dem Wintersturm Burglind zum Opfer fiel. Der Besitzer der Liegenschaft entdeckte die Sprengmittel während den Aufräumarbeiten unter den Trümmern.

Diese seien vor längerer Zeit, höchstwahrscheinlich vom Grossvater dort deponiert worden. Die Kantonspolizei St. Gallen schreibt in einer Mitteilung, sie hätten die einzelnen Sprengstoffarten separiert und die vorhandenen Zündmittel fachgerecht entsorgt. Es kann von Glück gesprochen werden, dass es beim Einstürzen des Stalles nicht zu einer Explosion gekommen ist.

Sprengstoffgesetz ist heute strenger

Nach altem Recht gab es keine Vorschriften zur Lagerung von Sprengmitteln. Mit der Inkraftsetzung des Sprengstoffgesetzes am 01.06.1980, änderte dies. Heute gelten strenge Vorschriften, auch was die Lagerung von Sprengmitteln betrifft. Wichtig sei, Sprengstoff und Zündmittel voneinander getrennt aufzubewahren. Früher nutzte man Sprengmittel vor allem in der Land- und Forstwirtschaft, um beispielsweise Baumwurzeln zu sprengen. 

Die Kantonspolizei St. Gallen will in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam machen, dass bei einem Fund von Sprengmitteln höchste Vorsicht geboten ist. Sprengmittel sollte ohne das notwendige Fachwissen nicht berührt oder transportiert werden. In diesem Fall hat der Besitzer des eingestürzten Stalls richtig gehandelt und umgehend die Polizei über den Fund informiert.



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