Freitag, 22. Januar 2021
11.04.2012 12:09
Asien

Starkes Erdbeben vor Sumatra – Tsunamiwarnung

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Von: sda/dpa

Sumatra in Indonesien ist am Mittwoch von einem schweren Erdbeben und einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Die Erdstösse hatten nach Angaben der indonesischen Erdbebenwarte Stärken von 8,5 und 8,1. Es war nicht bekannt, ob Menschen vom Beben betroffen waren.

Die Behörden gab eine Tsunamiwarnung für Sumatra aus. Das Tsunamiwarnzentrum rief alle Länder um den Indischen Ozean zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Weniger hohe Gefahr wegen horizontalen Erdstössen

Zweieinhalb Stunden nach dem ersten Erdstoss lagen aus der Küstenregion Sumatras keine Angaben über einen Tsunami, Schäden oder Tote vor. «Wir danken dem Herrgott», sagte Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, bevor das Nachbeben passierte. Das zweite Beben ereignete sich auch vor der Küste der Insel Sumatra. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte es eine Stärke von 8,2.

Nach Angaben des amerikanischen Geophysiker Bruce Pressgrave bebte die Erde bei dem ersten Erdstoss horizontal, nicht vertikal. Dadurch sei die Tsunamigefahr weitaus geringer als bei einem Beben, bei dem der Meeresboden an einer Stelle absackt, sagte der Experte der US-Erdbebenwarte USGS dem Sender BBC. In der Provinzhauptstadt Banda Aceh waren die Menschen in Panik auf die Strassen gerannt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Tausende machten sich mit Autos und Mopeds auf die Flucht ins Landesinnere. An den Westküsten Thailands wurden die Strände geräumt.

Auf vorgelagerten indischen Inseln bewegen Flutwellen zu

In Indien wurden leichte Wellen von 10 bis 30 Zentimetern höhe gemessen. Auf die zu Indien gehörenden Inseln der Andamanen und Nikobaren bewegten sich Flutwellen von einer Höhe von rund 3,9 Metern zu, wie die Katastrophenschutzbehörden mitteilen.

Rund um den Indischen Ozean hatten bei dem verheerenden Erdbeben und Tsunami an Weihnachten 2004 meterhohe Wellen die Küsten verwüstet. Insgesamt kamen damals rund 230’000 Menschen ums Leben.

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