20.06.2017 14:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gärten
Schottergärten mindern Biodiversität
Schottersteine statt Grünfläche - aus finanziellen und praktischen Gründen werden in Schweizer Siedlungsgebieten oft Steingärten angelegt. Das schade nicht nur der Natur, warnt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

Schottergärten wirken sich negativ auf die psychische und physische Erholung des Menschen aus, schreibt die Stiftung in einer Mitteilung vom Dienstag.

Laut dem Landschaftsschutz Schweizer werden in periurbanen und ländlichen Gemeinden Umgebungsräume immer häufiger mit Schottersteinen bedeckt. Sie würden oft als pflegeleichtere und kostengünstigere Alternative zur Grünflächengestaltung angesehen. Eine naturnahe Gartengestaltung sei aber wichtig für das Wohl und die Lebensqualität der Menschen.

Auch von ökologischen Aspekten her seien Grünflächen zu bevorzugen. Denn Schottergärten würden zu Bodenversiegelung und zusätzlichem Abwasser führen. Der Boden verliert so an Fruchtbarkeit, wodurch die Biodiversität im Siedlungsraum abnehme und das Mikroklima gestört werde. Zudem generieren sie mehr Hitze in der umliegenden Umgebung.

Aus diesen Gründen schlägt die Stiftung Landschaftsschutz Massnahmen gegen die zunehmende Verschotterung von Grünräumen vor. Die Gemeinden sollen in ihren Bau- und Nutzungsordnungen einen Mindestanteil an naturnaher oder einheimischer Bepflanzung vorsehen. Zum Beispiel Vorschriften im Rahmen von Gestaltungs- und Quartierplänen würden grosse Wirkung erzielen, heisst es.sda

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