25.03.2015 09:32
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Zecken
Stich kann böse Folgen haben
Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Wer oft draussen arbeitet, sollte sich vor Stichen schützen.

Mit den ersten milden Frühlingstagen im März beginnt auch die Saison der Zeckenstiche. Die wären eigentlich harmlos – wenn Zecken nicht zwei gefährliche Krankheiten übertragen würden: die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (Hirnhautentzündung, FSME). 
10'000 Fälle pro Jahr

Die Erreger der Borreliose sind Bakterien. In der Schweiz sind rund 5 bis 30 Prozent, stellenweise bis 50 Prozent, der Zecken mit ihnen infiziert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) geht davon aus, dass in der Schweiz jährlich 10'000 Personen an einer Borreliose erkranken. Im Gegensatz zur FSME gibt es gegen Borreliose keine Impfung. Eine frühzeitige Erkennung der Borreliose ist wichtig, um gravierende Spätfolgen zu vermeiden. Antibiotika können die Borrelien bekämpfen – besser ist aber, sich gar nicht erst stechen zu lassen.

Schutz vor einem Zeckenstich bieten gut abschliessende Kleidung und das Meiden von Unterholz. Hilfreich sind ausserdem Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleider. Da Zeckenstiche oft nicht bemerkt werden, sollten nach einem Aufenthalt im Wald Körper und Kleidung auf Zecken untersucht werden. Das Tragen heller Kleidung erleichtert dabei die Zeckensuche.  

Gefundene Zecken möglichst schnell entfernen, am besten durch Fassen mit einer feinen Pinzette direkt über der Haut und kontinuierlichen Zug. Danach die Stichstelle desinfizieren. Bei Fieber oder anderen Symptomen nach einem Zeckenstich sollte man einen Arzt aufsuchen.

Neue Zecken-App

Die App «Zecke» hilft, Zeckenrisiko-Gebiete zu lokalisieren und sich vor Zeckenstichen zu schützen oder nach einem Zeckenstich richtig zu handeln. Die dynamische Gefahrenpotenzial-Karte zeigt die aktuellen Risikogebiete für Zeckenstiche und in welchen Gebieten eine FSME-Impfung empfohlen wird. Die App erklärt, wie eine Zecke richtig entfernt wird, und sie unterstützt  betroffene Personen dabei, ihre Gesundheit mittels eines Zeckentagebuchs zu beobachten. Mit der anonymen Übermittlung der Zeckenstichdaten leistet der Benutzer einen Beitrag an die Verbesserung der Gefahrenkarte. Der Informationsteil entlarvt die geläufigsten Irrtümer betreffend Zecken und enthält Tipps zum Schutz. sum

Die App steht im App-Store fürs iPhone zur Verfügung. Eine Android-Version ist für 2016 geplant.

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