25.03.2014 09:07
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gesundheit
Stress kann Kinderwunsch verkomplizieren
Der Versuch, ein Kind zu bekommen, kann für Paare eine ziemlich stressreiche Erfahrung sein. Einer am Montag veröffentlichten US-Studie zufolge kann zu viel Stress die erhoffte Schwangerschaft aber verzögern und sogar das Risiko einer Unfruchtbarkeit erhöhen.

Bei Frauen mit hoher Alpha-Amylase-Aktivität im Speichel, die Stress anzeigt, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft demnach jeden Monat um 29 Prozent.

Wie aus der in der Fachzeitschrift «Human Reproduction» erschienenen Studie hervorgeht, haben diese Frauen auch ein mehr als doppelt so hohes Risiko, als unfruchtbar eingestuft zu werden. Die klinische Definition dafür lautet, trotz zwölf Monaten regelmässigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht schwanger zu werden.

Für die Studie hatten die Wissenschaftler 501 US-Frauen mit Kinderwunsch im Alter von 18 bis 40 Jahren regelmässig Speichelproben entnommen. Sie begleiteten die Frauen für zwölf Monate oder bis bei ihnen eine Schwangerschaft festgestellt wurde. Die Forscherin Courtney Denning-Johnson Lynch von der Ohio State University riet Frauen, bei denen die Schwangerschaft auf sich warten lässt, zu Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation. Auch Germaine Buck Louis vom National Institute of Child Health and Human Development (NICHD) ermutigte Frauen mit Empfängnisproblemen zu mehr Musse.

«Die gute Nachricht ist, dass Frauen höchstwahrscheinlich selbst wissen, welche Strategie zum Stressabbau bei ihnen am besten wirkt», sagte sie. Es gebe nicht eine einzig richtige Lösung.

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