3.02.2020 15:04
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wetter
Temperatursturz und Sturmböen
In den kommenden Stunden wird es auf der Alpennordseite sehr stürmisch werden. Sturmtief Petra bringt Böen von weit über 100 km/h und einen Temperatursturz in die Schweiz. Schnee wird bis in tiefe Lagen fallen.

In den vergangenen Tagen erinnerten die Temperaturen eher an den Frühling. In Bern, Zürich, Basel, und Luzern wurden 13 bis fast 16 Grad gemessen. Doch die warmen Temperaturen können sich nur noch bis am späteren Montagnachmittag halten.

80 bis 120 km/h im Flachland

Denn von Westen nähert sich eine Kaltfront. Diese wird die Schweiz in der Nacht auf Dienstag überqueren. Wie SRF Meteo schreibt, ist Sturmtief Petra in die die Westströmung eingelagert. Petra zieht knapp nördlich der Schweiz vorüber und steuert in der zweiten Nachthälfte eine Kaltfront zu uns. 

Die seit dem Wochenende vorherrschenden West- bis Südwestwinde werden im Verlauf des Montagnachmittages immer stärker. Die maximale Sturmstärke wird am Dienstagmorgen zwischen 3 und 6 Uhr erwartet. Im Flachland und in den Alpentälern prognostiziert SRF Meteo verbreitet Böen zwischen 80 und 120 km/h. Auf den Bergen ist mit Orkanböen bis 150 km/h zu rechnen, lokal sind sogar bis 180 km/h. Begleitet werden die Winde von starken Niederschlägen.

Achtung Gefahr

Die Starkwinde bringen auch Gefahren mit sich. So können Bäume entwurzelt werden, Äste abbrechen oder es kann zu Schäden an Dächern kommen. Von Spaziergängen in Wäldern wird dringend abgeraten. Böenspitzen mit diesen Geschwindigkeiten können auch den Verkehr beeinflussen. Anhänger und Fahrzeuge können umgeweht werden

In der Nacht zum Dienstag dreht die Höhenströmung zunehmend auf Nordwest. Damit erreichen deutlich kühlere Luftmassen die Schweiz. Nach der Kaltfront kühlt es um 10 bis 12 Grad ab. Am Dienstag werden noch Temperaturen zwischen 2 und 5 Grad erwartet. Die Temperatur auf 2000 Metern sinkt von 0 auf -10 Grad ab.

Am Dienstag Schnee bis in Flachland

Die Schneefallgrenze sinkt rasch ab. Es dürfte bis in tiefe Lagen schneien. Die Voralpen und Alpen erhalten die lang ersehnten Schneemengen. Gemäss Meteoschweiz dürften verbreitet 25 bis 50 cm Schnee fallen, in den zentralen Alpen (Berner Oberland, Gotthardgebiet und Glarnerland) sind bis zu 80 cm möglich. Vorsicht: Die Lawinengefahr dürfte rasch ansteigen.

Gleichzeitig stellt sich laut Meteonews aber im Flachland am Dienstagmorgen ein wechselhafter Wettercharakter ein, zwischen durchziehenden Schnee- und Graupelschauern gibt es auch Auflockerungen mit ein wenig Sonne. Der Wind bläst aber immer noch kräftig.

Ab Mittwoch wird das Wetter ruhiger

Am Mittwoch schneit es noch entlang der Alpen und im Osten. Anschliessend kommt es zu einer Wetterberuhigung. In den Niederungen werden um die 4 Grad erreicht, auf 2000 Metern -10 Grad. 

Ab Donnerstag setzt sich dank Hochdruckeinfluss trockenes und ruhiges Wetter durch. In den Bergen steigen die Temperaturen rasch wieder an. Im Mittelland gibt es Nebelfelder bei rund 5 Grad. Ausserhalb des Nebels scheint die Sonne.

Ausführliche Wetterprognosen nach Ortschaft gibt es hier

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