29.07.2013 18:06
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Witterung
Tessin: Gewitterfront führt zu überschwemmten Strassen
Eine durchziehende Gewitterfront hat am Montagnachmittag für überschwemmte Strassen in verschiedenen Regionen im Tessin gesorgt. Besonders betroffen war der Raum Lugano TI. Insgesamt gingen bei der Tessiner Polizei rund 600 Notrufe ein, wie aus einem Communiqué hervorgeht.

Im Stadtzentrum von Lugano sowie bei Agno TI soll das Wasser einige Zentimeter hoch in den Strassen gestanden haben. Gemäss MeteoSchweiz fiel in den betroffenen Gebieten innerhalb einer halben Stunde rund 30 Kubikmeter Niederschlag, teilweise durchsetzt mit Hagelkörnern. 

Überschwemmte Strassen wurden auch für Barbengo TI bei Lugano gemeldet. Bei Muzzano TI soll der Verkehr auf der Kantonsstrasse nach Angaben der Polizei durch einen Erdrutsch behindert sein. 

Intensive Regenschauer kamen gemäss MeteoSchweiz auch in der Magadinoebene nahe Locarno TI runter. In dieser Zone habe es zudem starke Windböen mit bis zu 80 Stundenkilometer pro Stunde gegeben. Wie die Tessiner Polizei mitteilte, seien einige Äste auf die Strassen gestürzt und hätten den Verkehr behindert. 

Die stärksten Windböen im Tessin während des Gewitters sollen am Bergkamm oberhalb von Biasca TI registriert worden sein. Die Messungen in einer Höhe von 2000 Metern von MeteoSchweiz hätten Spitzenwerte bis zu 170 Stundenkilometer registriert, sagte Meteorologe Fosco Spinedi. 

Hochwassergefahr und Steinschlag: Furkaverbindung gesperrt

Die Strassen- und Bahnverbindungen zwischen Uri und Wallis sind am Montag unterbrochen gewesen. Die Bahnlinie wurde vorsorglich wegen Hochwassergefahr gesperrt, die Passstrasse war wegen eines Steinschlages blockiert. 

Wie die Matterhorn Gotthard Bahn mitteilte, wurde die Bahnlinie Visp VS-Göschenen UR zwischen Oberwald VS und Hospental UR gesperrt. Nicht nur die Personenzüge zwischen Oberwald und Hospental fielen aus, sondern auch die Autozüge zwischen Oberwald und Realp UR. Ein Bahnersatz konnte nicht angeboten werden, dies weil auch die Furkastrasse gesperrt werden musste. Grund war ein Steinschlag auf der Walliser Seite des Passes. Zwischen Visp und Oberwald sowie Hospental und Göschenen verkehrten die Züge fahrplanmässig. 

Die Bahnlinie wurde wegen des hohen Pegels der Furkareuss gesperrt. Patrick Fux vom Verkehrssicherheitsdienst der Matterhorn Gotthard Bahn sagte auf Anfrage, dies sei eine Vorsichtsmassnahme. Der Fluss führe sehr viel Wasser, weil während den letzten heissen Tagen viel Schnee geschmolzen sei und es nun stark geregnet habe. 

Wie lange die Sperrung dauert, war am späten Nachmittag unklar. Nach Angaben von Gusti Planzer, Sprecher der Kantonspolizei Uri, gab es bei den Pegeln am Nachmittag eine leichte Entspannung. sda

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