9.09.2014 08:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
USA
Tiere: Die ungewöhnlichsten Röntgenbilder
Socken, Kieselsteine, Ausserirdische - Röntgenbilder von Mägen US-amerikanischer Haustiere zeigen die skurrilsten Gegenstände. Eine Zeitschrift zeichnet jedes Jahr die aussergewöhnlichsten Aufnahmen aus.

Schokolade, saure Gurken, Chips - Heisshunger kann man auf vieles haben. Socken hingegen sind doch eher aussergewöhnlich - selbst für Tiere. Ein dreijähriger Doggenrüde aus der US-Stadt Portland futterte gleich 43,5 davon, wie sein Tierarzt verdutzt auf einer Röntgenaufnahme vom Magen des Vierbeiners feststellte. Der Verbleib der restlichen halben Socke jedoch kann bis heute nicht geklärt werden.

Labrador verschlingt 14 Golfbälle

Die Dogge, deren Name das Herrchen nicht in der Zeitung lesen möchte, ist nicht das einzige US-Haustier mit verhaltensauffälligen Fressgewohnheiten. Jedes Jahr wählt die Tierarzt-Zeitschrift «Veterinary Practice News» bei ihrem Wettbewerb «They Ate WHAT?» («Sie haben WAS gefressen?») die skurrilsten Röntgenbilder von Tierärzten aus dem ganzen Land aus. Je merkwürdiger die Gegenstände im Bauch, desto grösser die Siegchancen.

Meist sind es Katzen und Hunde, die Diamant-Ringe, Feuerzeuge, Fleischspiesse oder Spielzeuge verputzen. Ein Labrador-Retriever hat es mal vermocht, 14 Golfbälle herunterzuschlucken. Doch die Redaktionsleiterin der Zeitschrift Marilyn Itturi erinnert sich auch an exotischere Tiere. «Vor einigen Jahren hatten wir ein Bild von einer wildlebenden Schlange, die zwei noch völlig intakte Glühbirnen verschluckt hatte. In diesem Jahr war sogar einen Frosch unter den Einsendungen.»

Operation am Frosch

Letzterer hat in diesem Jahr auch den ersten Platz belegt: Eine Tierklinik in Texas nahm mit einem Röntgenbild teil, das 30 Kieselsteine im Bauch des Lurchs zeigt. Das Tier hatte die Steine vom Boden seines Aquariums gefressen, in der Klinik mussten sie dann operativ entfernt werden. «Das hat mich wirklich berührt: Zu sehen, dass jemand einen Frosch so sehr liebt, dass er bereit ist, eine solche Operation zu bezahlen», so Itturi.

Nicht unter die ersten Plätze schaffte es hingegen eine Echse, die eine Spielzeug-Banane aus einem «Barbie»-Haus geklaut hatte. Auch die Figur eines Ausserirdischen verschwand aus einem Kinderzimmer und wurde erst später mit der Hilfe eines Röntgenbildes im Bauch einer Katze wiedergefunden.

Über 80 Einsendungen gab es bei dem Wettbewerb in diesem Jahr, der bereits zum neunten Mal stattfand und dessen Ergebnis in der aktuellen Ausgabe des Magazins zu bewundern ist, das an 58'000 Tierarztpraxen in die USA verschickt wird. Eine Jury aus Redaktionsmitgliedern und Experten bewertete die Aufnahmen. Das Preisgeld bis zu 1500 Dollar wurde von einer Haustierversicherung gesponsert.

Doch so amüsant die merkwürdigen Essgewohnheiten von Haustieren auch sind, sie können sehr gefährlich werden. Die amerikanische Gesellschaft zur Vorbeugung von Grausamkeit gegen Tiere (ASPCA) erklärt ausdrücklich, dass es sich oft um eine Fressstörung handle, die behandelt werden müsse.

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