4.03.2013 13:46
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Thurgau
Tierschützer Kessler lässt nicht locker - Er appelliert gegen «Botox-Urteil»
Der Erwin Kessler ist vom Bezirksgericht Münchwilen wegen mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen schuldig gesprochen und zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt worden. Er warf der Tageschau-Moderatorin Katja Stauber Tierquälerei vor.

Das tat der im Thurgau wohnhafte Präsident des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) im Internet. Er stellte Beiträge online und behauptete darin, Katja Stauber lasse sich ihre Falten mit Botox spritzen und zur Botox-Produktion brauche es Tierversuche. Die SRF-Moderatorin erstattete Anzeige wegen Persönlichkeitsverletzung.

Erwin Kessler wurde durch alle Instanzen verurteilt und unter Androhung einer Busse verpflichtet, die Texte im Internet zu entfernen. Zudem verbot ihm ein vom Bundesgericht geschütztes Urteil, weitere Äusserungen über die Fernseh-Frau in Zusammenhang mit Botox-Präparaten und Tierquälerei zu veröffentlichten.

Kessler piff auf das Urteil. Deshalb stand er am Dienstag vergangener Woche vor dem Bezirksgericht Münchwilen. Wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen und Nichtverhinderung einer strafbaren Veröffentlichung verlangte die Staatsanwaltschaft eine Busse von 6000 Franken. Kessler indes beantragte einen Freispruch.

Nun hat das Bezirksgericht Kessler im ersten Anklagepunkt schuldig und vom zweiten Anklagepunkt freigesprochen. Der Tierschützer muss eine Busse von 1500 Franken zahlen und Katja Stauber mit 500 Franken entschädigen. Dieses Urteil akzeptiert Kessler nicht; er zieht es an das Thurgauer Obergericht, wie er am Montag mitteilte.

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