11.10.2020 10:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Wirtschaft
Tönnies investiert in Grossbritannien
Ungeachtet der unsicheren Brexit-Folgen will die deutsche Unternehmensgruppe Tönnies 25 Mio Euro (knapp 27 Mio. Scweizer Franken) in ihre Standorte in Grossbritannien investieren.

Wie das Unternehmen mitteilte, wird damit die Internationalisierungsstrategie fortgesetzt. Die Tönnies-Tochter CPC Meats sei bereits heute Marktführer für Bacon in Grossbritannien und produziere an drei Standorten in Suffolk, Coventry und Malton für den britischen Markt. In diesem Jahr werde das Unternehmen auf der Insel erstmalig einen Umsatz von 500 Mio Euro (538 Mio. Schweizer Franken) überschreiten.

Aufgrund der weiter steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Wurstprodukten werde nun in weitere Produktionseinrichtungen investiert, wobei auch der Markt für Fleisch aus Freilandhaltung in einem besonderen Fokus stehe. „Der britische Markt ist für uns ein Wachstumsmarkt. Dort wollen wir mit unserem Qualitätsfleisch die wachsende Verbrauchernachfrage bedienen“, begründete Tönnies-Geschäftsführer Frank Duffe das Investment.

Ihm zufolge hat sich Tönnies bereits vor zwei Jahren auf den Brexit vorbereitet und durch den Kauf von C&K Meats die Eigenproduktion in Grossbritannien gestärkt. Die britischen Verbraucher würden mehr und mehr auf regionale Produkte setzen, die CPC Meats unabhängig von Importzulassungen und möglichen Einfuhrzöllen vor Ort produziere.

Der britische Weg zur Förderung der heimischen Landwirtschaft und Veredlung von Lebensmitteln findet laut Tönnies - bis auf wenige Ausnahmen - auch in anderen Teilen Europas statt. Spanien, Dänemark und Frankreich stärkten ebenfalls ihre landwirtschaftliche Produktion. Ziel sei es, dort gegen den internationalen Wettbewerb die eigenen ländlichen Strukturen zu erhalten und damit den Verbrauchern günstige Lebensmittelpreise zu ermöglichen. 

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