16.02.2019 15:30
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/jgr
Thurgau
Unfallzahlen auf Thurgauer Gewässern stabil
Die Seepolizei der Kantonspolizei zieht eine durchschnittliche Bilanz über die vergangene Wassersportsaison. Drei Personen verloren bei Unfällen ihr Leben, acht wurden verletzt.

Die Gesamtzahl der Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hochrheins stieg mit 24 registrierten Unfällen gegenüber dem Vorjahr um drei an, liegt jedoch im langjährigen Mittel. Insgesamt mussten 88 Personen, die das Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnten, aus Seenot gerettet werden, teilt die Kantonspolizei Thurgau mit.

Im Jahr 2018 kamen im Thurgauer Zuständigkeitsbereich drei Personen ums Leben. Im Januar stürzte in Romanshorn ein Rollstuhlfahrer über die Hafenmauer ins Hafenbecken und verstarb an den Folgen des Sturzes.

Im April verstarb ein Mann bei einem Tauchgang. Und im Juli konnte in Landschlacht ein Mann nach einem Sturz von seinem Boot nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Acht Personen wurden bei Unfällen verletzt.

Kontrollfahrten

Auf der Hochrheinstrecke gab es im vergangenen Jahr einen Unfall zu verzeichnen. Zudem kam es immer wieder zu brenzligen Situationen, weil Schlauchbootfahrer und andere Rheinbenutzer die Kraft des Wassers und die Gefahren der Hindernisse unterschätzten. Deshalb führte die Seepolizei insbesondere an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen Kontrollfahrten durch.

Die Starkwind- und Sturmwarnungen, ausgelöst durch die Meteo Schweiz in Kloten und den Deutschen Wetterdienst in Stuttgart, lagen ca. 60 Warnungen tiefer als im Vorjahr. Die Trefferquote der Meteorologen war wiederum hoch.

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden im letzten Jahr zu 26 Einsätzen aufgeboten. Sie bargen Schiffe und Fahrzeuge und führten technische Kontrollen durch. Zudem mussten fünf Leichen geborgen werden. Die ebenfalls zur Seepolizei gehörende Ölwehr und die drei See-Ölwehrstützpunkte verzeichneten neun Einsätze.

Der Bodenseepegel bewegte sich im Winter und Frühjahr auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Aufgrund des ausserordentlich trockenen Sommers sank der Wasserspiegel ab Mitte Juni dann auf einen sehr tiefen Pegel.

Gesamter See: Deutlich weniger Unfälle

Auf dem gesamten Bodensee und dem Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich im Jahr 2018 183 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme von 46 Ereignissen. Diese forderten 42 Verletzte (2017: 38) und 13 Tote (10).

Im vergangenen Jahr mussten 437 Personen aus Seenot gerettet werden (361). Die Schadenssumme aller Unfälle beläuft sich auf rund 1'125’000 Euro (rund 1'135’000 Schweizer Franken)   was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von etwa 50’000 Euro (knapp 57'000 Schweizer Franken) entspricht.

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