3.05.2013 12:04
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Zürich
Unwetter führen im Kanton Zürich zu Millionenschäden
Das Unwetter in der Nacht auf Freitag hat im Kanton Zürich Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Die Rettungskräfte standen die ganze Nacht im Einsatz. In der Limmat wurde eine Ölsperre errichtet, weil Öl in den Fluss zu geraten drohte.

Rund 1400 Notrufe gingen bis Freitagvormittag bei Schutz und Rettung ein. Rund 550 Einsätze wurden durchgeführt. Auch am späten Freitagvormittag waren einige Rettungskräfte noch an der Arbeit, wie Tabea Rüdin, Sprecherin von Schutz und Rettung, zur Nachrichtenagentur sda sagte.

Ölsperre auf der Limmat

Gegen 240 Einsätze erfolgten allein in der Stadt Zürich. Aber auch das Zürcher Oberland und das rechte Zürichseeufer wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Keller waren überflutet, Strassen vorübergehend unpassierbar. Schadensmeldungen kamen laut Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) überdies aus dem Bezirk Affoltern

In der Stadt Zürich kippten unter dem Druck der Wassermassen einzelne Heizöltanks. Sicherheitshalber habe man limmatabwärts bei Dietikon ZH eine Ölsperre errichtet, sagte Rüdin. Ob tatsächlich Öl in den Fluss geraten ist, konnte sie vorderhand nicht sagen.

1000 Schadensfälle

Christian Caduff von der GVZ bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda eine erste Schätzung von Radio Zürichsee, wonach sich die gesamte Schadenshöhe im Kanton auf rund fünf Millionen Franken belaufen dürften. Dies sei allerdings erst eine grobe Schätzung, die auf Erfahrungswerten beruhe.

Bis Freitagmorgen seien rund 300 Schadensmeldungen eingegangen. Diese Zahl dürfte innert 48 Stunden auf rund 1000 steigen, sagte Caduff. Er rechnet mit Schäden von durchschnittlich rund 5000 Franken pro Fall - «an der Goldküste» wohl etwas mehr, dafür andernorts etwas weniger.

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