7.09.2020 07:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Veganer haben erhöhtes Risiko eines Jodmangels
Wer sich vegan ernährt, hat ein erhöhtes Risiko für einen Jodmangel. Darauf deuten Ergebnisse eines Forschungsvorhabens des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hin.

In dem Studienprojekt „Risiken und Vorteile der veganen Ernährung“ (RBVD) untersuchte ein BfR-Forschungsteam bei 36 vegan und 36 Mischkost essenden Personen die Nährstoffversorgung. Bei einem Drittel der Veganer lag der Jodwert im Blut dem BfR zufolge unterhalb von 20 Mikrogramm pro Liter, dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierten Grenzwert, ab dessen Unterschreitung eine schwere Unterversorgung besteht.

Doch hätten sich bei veganer Ernährung auch gesundheitliche Vorteile gezeigt, so eine höhere Aufnahme von Ballaststoffen und niedrigere Cholesterinwerte. Bei beiden Ernährungsstilen habe es bei etwa 10 % der Teilnehmenden Hinweise auf einen Eisenmangel gegeben. Kein wesentlicher Unterschied zeigte sich laut BfR in Bezug auf Vitamin-B12, das bei beiden Gruppen in etwa dem gleichen Mass ausreichend im Blut vorhanden war.Da Vitamin-B12 in einer für den Menschen verfügbaren Form fast nur in tierischen Lebensmitteln vorkomme, dürfte die Versorgung bei den sich vegan ernährenden Teilnehmern an der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln liegen, stellte das Bundesinstitut fest.

In der RBVD-Studie analysierte das Forschungsteam Blut- und Urinproben und wertete Lebensstil-Fragebögen sowie Ernährungsprotokolle aus. Von den teilnehmenden Personen - pro Gruppe jeweils 18 Frauen und Männer im Alter von 30 bis 60 Jahren - nahmen nahezu alle sich vegan ernährenden und ein Drittel der Mischkost bevorzugenden Menschen unterschiedliche Nahrungsergänzungsmittel ein.  

 

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