10.06.2016 08:41
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Österreich
Verkehrschaos wegen Rinder
Im österreichischen Bundesland Salzburg haben zwei Dutzend entlaufene Rinder auf der Autobahn, Hauptstrasse und Eisenbahn zu einem Durcheinander geführt. Strassen und Bahnlinie wurden gesperrt. Zwei Tiere starben, ein Autofahrer wurde verletzt.

Kurz nach 21.00 Uhr sind Kühe und Kälber aus ihrer Weide ausgebrochen. Am Südportal des Hiefler Tunnel, rund 40 Kilometer südlich von Salzburg entfernt, liefen die 24 Tiere zuerst auf die Autobahn. Das Chaos nahm nun seinem Anfang, wie ORF Online berichtet.

Ein 31-Jähriger konnte der Herde mit seinem Fahrzeug noch ausweichen, touchierte aber eine Kuh. Dieser Zusammenprall war aber so heftig, dass das Tier noch auf der Unfallstelle verstarb. Anschliessend rammte ein 75-jähriger Autofahrer ein Kalb. Das Tier überlebte nicht, der Mann erlitt leichte Verletzungen.

Die Tiere gerieten nun in Panik und liefen in den Tunnel hinein. Die Autobahn wurde umgehend gesperrt. Die Einsatzkräfte versuchten während drei Stunden, die Tiere wieder auf ihre Weide zu treiben. Doch einige Rinder liefen immer wieder auf die Autobahn zurück. Andere Tiere der Herde entwichen nun auf die nahegelegene Hauptstrasse.

Ein Kalb stürzte in der Folge rund fünf Meter in die Tiefe in einem Wasserschacht, es konnte aber gerettet werden. Die Feuerwehr versuchte die Tiere von der Böschung wegzutreiben. Vier Tiere mussten aber mit einem Kran geborgen werden. Ein Tier gelangte auf das Bahngleis, der Zugverkehr musste unterbrochen werden.

Um 24 Uhr konnte die Autobahn wieder geöffnet werden, der Bahnverkehr wurde um 2.30 Uhr wieder freigegeben. Die Hauptstrasse war hingegen bis um 4.30 Uhr gesperrt.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE