14.03.2014 11:28
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
St. Gallen
Verschmutzte Gewässer wegen defekter Schleuse
Am Dienstag wurden im Brändlikanal und im Fluss Jona erhebliche Schäden am Fischbestand und kleineren Gewässerlebewesen festgestellt. Mindestens 10‘000 Kubikmeter trübes Wasser ergossen sich in die beiden Gewässer, weil sich die Schleusen des Brändliweihers öffneten. Der Betreiber macht einen technischen Defekt verantwortlich.

Die Kleinlebewesen hatten keine Chance. Aufgrund des hohen Sedimentgehalts wurde die Gewässerstrecke bei Rapperswil-Jona von der Schleuse des Weihers bis zur Mündung in den Zürichsee massiv verschlammt. Krebse, kürzlich abgelegter Fischlaich und frisch geschlüpfte Larven wurden verschüttet. Damit ist mit längerfristigen Schäden zu rechnen. Das genaue Ausmass des Schadens wird vom Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallens untersucht, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen.

Der Vorfall hat sich am Dienstag zwischen 7.30 Uhr und 14.45 Uhr ereignet. Der Brändliweiher speist über eine automatisch regulierte Schleuse und eine Kanalverbindung ein nahegelegenes Wasserkraftwerk. Eine Entleerung des Weihers wäre nur mit einer Spülbewilligung des Amtes für Umwelt und Energie zulässig gewesen, heisst es weiter. Eine solche Bewilligung habe aber nicht vorgelegen. Der Verantwortliche wird wegen Verstössen gegen die Gewässerschutz-, Umwelt- und Tierschutzgesetzgebung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der Kraftwerkbetreiber macht für das Austreten von mindestens 10‘000 Kubikmeter trüben Wassers einen technischen Defekt geltend.

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