Donnerstag, 21. Januar 2021
23.07.2013 10:00
Ernährung

Vorsicht: Ohne Frühstück höheres Herzinfarkt-Risiko

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Von: sda/afp

Wer ohne Frühstück in den Tag startet, hat laut einer Studie ein fast um ein Drittel erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Auch die Risiken für Erkrankungen der Herzkranzgefässe steigen, wie US-Forscher in einer Studie mit rund 26’900 Männern herausfanden, die am Montag im Fachmagazin «Circulation» erschienen ist.

Die Experten hatten die Daten aus 16 Jahren zu Ernährungsgewohnheiten und dem Gesundheitszustand der Männer ausgewertet, die allesamt in Gesundheitsberufen arbeiteten. 

Diejenigen, die das Frühstück ausfallen liessen, hatten demnach ein um 27 Prozent höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an einer sogenannten koronaren Herzkrankheit zu sterben als jene, die den Tag zum Beispiel mit Müsli begannen. Nach Ansicht der Forscher bestätigt die Studie einmal mehr, dass das Frühstück wohl die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. 

Mehr Arbeit, weniger Bewegung 

Die Frühstücksmuffel waren nicht nur jünger, sondern mit höherer Wahrscheinlichkeit auch Raucher, unverheiratet, körperlich weniger aktiv, tranken mehr Alkohol und hatten einen Vollzeitjob. Von den 26’900 Teilnehmern hatten 1572 während der Studie erstmalig akute Herzprobleme wie zum Beispiel Rhythmusstörungen. 

«Das Weglassen des Frühstücks kann zu Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und Diabetes führen, die im Laufe der Zeit einen Herzinfarkt verursachen können», sagte Studienautorin Leah Cahill von der Harvard School of Public Health in Boston. Die Expertin rät daher, das Frühstück keinesfalls zu überspringen. 

Nächtliches Essen ungünstig 

In einem weiteren Ergebnis der Studie zeigte sich, dass Männer, die spät nachts essen, also nach dem Zubettgehen, ein 55 Prozent höheres Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefässe haben als jede, die nicht dazu neigten. Allerdings berichteten nur wenige Teilnehmer von solchen Essgewohnheiten, weshalb sie nach Ansicht der Forscher kein wirklich gravierendes Gesundheitsproblem darstellen. 

Für die Studie analysierten die Wissenschaftler nicht nur die Essgewohnheiten der Teilnehmer im Alter zwischen 45 und 82 Jahren. In Fragebögen mussten sie unter anderem auch Auskunft geben zum Alkohol- und Fernsehkonsum, zum Familienstand, zu Schlafgewohnheiten, körperlicher Aktivität, Arbeitszeiten, sozialen Faktoren und Krankheiten.  

Ob die aus der Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse in gleichem Masse auch auf Frauen zutreffen, soll nun in weiteren Studien geklärt werden.

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