24.02.2019 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Wetter
Warmes Wetter lässt Bauern kalt
Die Bauern zwischen Waldkirch und Rorschach würden sich und ihr Land gerade auf den Frühling vorbereiten, schreibt das «St. Galler Tagblatt». Der Februar sei aussergewöhnlich warm. Die Bedingungen sind aufgrund der Höhenlage der Höfe jedoch unterschiedlich.

So wurden auf dem Betrieb von Josef Germann in Goldach (460m.ü.M) und Othmar Hauser in Mörschwil (540 m.ü.M) fleissig die Obstbäume geschnitten. Angst auf ein frühes Knospentreiben ihrer Bäume haben sie nicht. Grund dafür sind die kühlen Nächte am Bodensee.

Richard Hollenstein, Leiter Obstbau im Landwirtschaftlichen Zentrum des Kantons St. Gallen sagt: «Die hohen Temperaturen sind für die Landwirte kein Problem.» Die Nächte und der Boden seien noch kühl, weil der Januar kalt und schneereich gewesen sei.

Hollenstein hält  das gegenwärtige Wetter als geradezu ideal für die Landwirte in der Region St. Gallen. Bei schönem Wetter kämen die Bauern mit dem Winterschnitt und dem Pflanzen neuer Bäume schnell voran, sagt der Obstfachmann.

Jetzt Mäuse jagen

Die Bauern rund um St. Gallen haben gemäss Hollenstein ein ganz anderes Problem als das Wetter: Wühlmäuse. Der Grund liegt in der Trockenheit des vergangenen Sommers.

Weil die Mäuse nicht mehr wühlen und sichtbare Haufen zusammenstossen konnten, hätten sich viele Bauern in Sicherheit gewogen. «Sie müssen sich jetzt auf die Jagd machen, damit die Populationen unter den Bäumen nicht grösser werden», sagt Hollenstein. Mehr zur Mäusejagd gibt es hier.

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